23:35 23 April 2017
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    Probleme mit dem Hitzeschild hinderten die „Discovery“-Besatzung nicht an der Erfüllung des aufgestellten Programms

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    KOROLJOW (Flugleitzentrale), 09. August (RIA Nowosti). Die Probleme mit dem Hitzeschild des Shuttles haben die „Discovery“-Besatzung nicht daran gehindert, das gesamte festgelegte Programm des Testraumfluges zu erfüllen. „Die Astronauten haben sogar den Plan überboten. Beispielsweise reparierte Steve Robinson erstmals in der Geschichte der Flüge der amerikanischen Raumfähren den Hitzeschild am Shuttle-Boden im freien Weltraum“, erinnerte ein NASA-Experte gegenüber der RIA Nowosti. Ihm zufolge hatte das Raumschiff das italienische „Rafaello“-Modul mit einer neuen Ausrüstung in den Weltraum befördert.

    Im selben riesengroßen Container wurden die kompletten russischen Apparaturen „Kurs“ zur automatischen Annäherung und Ankopplung, deren wiederholter Einsatz in „Sojus“-Schiffen vorgesehen ist, zur Erde zurückgebracht.

    Außerdem hatte die „Discovery“ einen neuen Stabilisierungskreisel zur ISS gebracht. Er dient der Aufrechterhaltung der stabilen Raumorientierung der Station. Der von den Astronauten abmontierte defekte Stabilisierungskreisel wurde mit dem Shuttle zur Erde zurückgebracht, wo die Ursachen für seinen Ausfall geklärt werden.

    Aus der „Discovery“ waren gemäß Plan drei Ausstiege in den freien Weltraum unternommen worden. Sie wurden vom Amerikaner Steve Robinson und vom Japaner Soichi Noguchi erfolgreich durchgeführt. Sie testeten zum erstenmal einen Klebestoff zur Reparatur des Hitzeschilds der Außenhaut des Shuttles und verlagerten die Stromeinheit des elektrischen Stabilisierungskreisels zwei, woraufhin dieser wieder in Betrieb gesetzt werden konnte.

    Beim zweiten Einsatz im freien Weltraum wurde von den Astronauten der defekte Stabilisierungskreisel eins vom Pfeiler des „Unitiy“-Moduls abmontiert und in den Shuttle verladen. Ein neuer Stabilisierungskreisel, etwa waschmaschinengroß, wurde aus dem Shuttle herausgeholt und an dem Pfeiler angebracht.

    Darüber hinaus haben die Astronauten Räumarbeiten an der Außenwand der Raumstation durchgeführt: Sie nahmen von den Griffstangen die alten Seile ab, die andere Kosmonauten bei den vorangegangenen Ausstiegen benutzt hatten, und demontierten die Mini-Plattform, auf deren Oberfläche sie mit Hilfe des Armmanipulators „Canadarm“ von einer Stelle zur anderen gebracht worden waren.

    Steve Robinson bewältigte auch die Hauptaufgabe des dritten Einsatzes, als er den Shuttle-Boden im freien Weltraum reparierte.

    Die Expedition STS-114 wird von einer Frau - Oberst der US-Luftstreitkräfte Alin Collins - geleitet. Sie hat das Andocken der „Discovery“ und ihr Abkoppeln von der ISS brillant gemeistert. Alin Collins gehört seit 1990 zur Astronauten-Abteilung. Inzwischen unternahm sie drei Raumflüge mit einer Gesamtdauer von 22 Tagen zehn Stunden und 38 Minuten - als Pilot der „Discovery“ und der „Atlantis“ und als Schiffskommandeur der „Columbia“, die später verunglückte.

    Die „Discovery“ wurde am 26. Juli um 18.39 Moskauer Sommerzeit gestartet.

    Der Start war ursprünglich für den 13. Juli angesetzt, musste jedoch zwei Stunden vor dem Termin wegen einer Störung im Brennstoffgeber am Außenbehälter des Shuttles verschoben werden.

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