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    IAEA: Wie wird Entscheidung zu Iran aussehen?

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    WIEN, 09. August (RIA Nowosti). Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)wird kaum die Entscheidung treffen, das „Iran-Nukleardossier“ dem UNO-Sicherheitsrat zur Einführung von Sanktionen gegen Iran vorzulegen. Diese Meinung äußerte heute ein IAEA-Sprecher in Wien zwei Stunden vor Beginn einer Sondertagung des IAEA-Gouverneursrates zum Problem der Iran-Nuklearprogramme in einem RIA-Nowosti-Interview.

    „Der Gouverneursrat wird sich am ehesten auf eine Ermahnung Teherans und einen Aufruf an die Islamische Republik beschränken, die Arbeiten an der Urananreicherung einzustellen, die zur Entwicklung einer Atombombe und zur Verletzung des Regimes der Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen führen können“, betonte er.

    Ihm zufolge seien sowohl die Mitgliedsländer der Europäischen Union, die an der Sondertagung des Gouverneursrates teilnehmen, als auch die USA und deren Verbündete in der IAEA - Kanada und Australien - auf eine solche gemäßigte Entscheidung eingestellt.

    Indessen wurde in Wien über die IAEA-Kanäle eine Erklärung des iranischen Verteidigungsministers, Ali Schamchani, veröffentlicht, der unterstrich, dass „Iran dem internationalen Druck nicht nachgeben wird. Selbst wenn UNO-Sanktionen gegen Iran verhängt werden, wird das nichts ändern“. Er fügte hinzu, dass „schon heute bestimmte Sanktionen (seitens der USA) bestehen“.

    „Die IAEA wird das Problem der iranischen Nuklearprogramme dem UNO-Sicherheitsrat kaum sofort vorlegen“, betonte der iranische Minister.

    Gestern wurden im Isfahaner Nuklearzentrum in Anwesenheit von IAEA-Experten ungeachtet der Mahnungen durch die Europäische Union die Plomben von den Ausrüstungen entfernt. Dadurch tritt Iran offiziell aus dem von ihm früher bekannt gegebenen freiwilligen Moratorium für Urananreicherung aus. Teheran begründet seine Entscheidung damit, dass in den am 5. August durch drei europäische Staaten (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) unterbreiteten Vorschlägen zur Lösung des Problems der Iran-Nuklearprogramme die „souveränen Rechte der Islamischen Republik auf Arbeiten auf dem Gebiet der Urananreicherung und die Schaffung des vollen Nuklearzyklus im Lande ignoriert wurden“.

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