05:25 24 April 2017
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    Immer mehr afghanisches Rauschgift wird nach Russland gebracht

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    MOSKAU‚ 09. August (RIA Nowosti). Der Drogenschmuggel aus Afghanistan über die tadschikische Grenze nach Russland hat in letzter Zeit wesentlich zugenommen.

    Das teilte der Sprecher des Föderalen Dienstes für Drogenkontrolle (FSKN), Wassili Rogosin, am Dienstag vor Journalisten mit.

    „Seit dem Zeitpunkt (Jahresmitte), da die Kontrolle über die tadschikisch-afghanische Grenze von den russischen Grenztruppen an die tadschikischen übertragen wurde, hat der Drogenschmuggel spürbar zugenommen“, stellte Rogosin fest. „Noch kann das niemand genau berechnen, aber es ist anzunehmen, dass sich der Drogenschmuggel im Vergleich zu früher um ein vielfaches zugenommen hat“, sagte er.

    Rogosin bemerkte zugleich, dass Russland die tadschikisch-afghanische Grenze nicht vollständig verlassen hat. „In Tadschikistan sind unsere Spezialisten verblieben, die als Berater der nationalen Grenzer tätig sind“, betonte der Sprecher der Drogenkontrollbehörde.

    Rogosin führte mehrere Beispiele für den zunehmenden Transport von Drogen aus Afghanistan nach Russland an.

    „In Orsk, Gebiet Orenburg, (an der Grenze zu Kasachstan) wurde vor kurzem von Mitarbeitern der FSKN ein KamAZ-Fahrer festgenommen, der auf der Fahrt von Tadschikistan nach Russland abgelaufene Papiere bei sich hatte. Im Tank des Fahrzeuges wurden 60 Kilogramm Opium und Heroin sichergestellt“, sagte Rogosin.

    „Im Mai wurden in Jekaterinburg (Mittelural) 207 Kilogramm Narkotika aus Tadschikistan beschlagnahmt. Ende Juli wurden in Omsk (Westsibirien) in einem mit Gemüse beladenen Lkw, der aus Usbekistan gekommen war, weitere 142 Kilogramm afghanische Drogen entdeckt. Das sind große Mengen“, betonte der Sprecher der Drogenkontrollbehörde.