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    Russlands Außenministerium ruft Iran zur Vernunft auf

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    MOSKAU, 09. August (RIA Nowosti). Das Außenministerium Russlands ruft Iran auf, die eingeleiteten Arbeiten zur Urankonversion einzustellen und die Zusammenarbeit mit der IAEA bei der Regelung der verbliebenen Fragen in Bezug auf das iranische Nuklearprogramm fortzusetzen. Das erklärte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin.

    „Wie wir glauben, könnte Iran durchaus das Moratorium ohne jeden Schaden für die Verwirklichung seines nuklearen Energiewirtschaftsprogrammes fortsetzen. Der einzige AKW-Energieblock, der jetzt von russischen Fachleuten in Bushehr gebaut wird, ist mit Brennelementen aus Russland vollständig versorgt. Es gibt alle erforderlichen Vereinbarungen darüber“, sagte Kamynin.

    Im Außenministerium werde die Auffassung vertreten, dass die gegenwärtige Situation nicht unumkehrbar sei und mit dem Vorhandensein des guten Willens wieder gut gemacht werden könnte, sagte der Außenamtssprecher.

    „Eine weise Entscheidung wäre, die (am 8. August) aufgenommenen Arbeiten zur Urankonversion unverzüglich einzustellen und die enge Zusammenarbeit mit der IAEA fortzusetzen“, bemerkte der Diplomat. Er fügte hinzu, dass die prinzipielle Position Russlands darauf hinausläuft, die allseitige Festigung des Vertrages über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen (Atomwaffensperrvertrag) zu fördern und die Autorität der IAEA als eines Organs zur Kontrolle über die Erfüllung des Vertrages zu unterstützen.

    „Wir gehen dabei vom unveräußerlichen Recht der Teilnehmerstaaten des Atomwaffensperrvertrages aus, Atomenergie für friedliche Zwecke unter IAEA-Kontrolle zu nutzen. Auf diesen Prinzipien beruht auch die russisch-iranische Zusammenarbeit beim Bau des AKW in Bushehr“, bemerkte Kamynin.

    Laut dem Diplomaten unternimmt Russland seit zwei Jahren in enger Zusammenarbeit mit weiteren interessierten Seiten, vor allem mit Iran selbst, mit der Agentur und mit der „Euro-Troika“ Schritte zur Regelung der Situation „um die von den Inspekteuren der Agentur festgestellte unangemeldete Nukleartätigkeit in Iran“.

    Bedauerlicherweise habe die iranische Seite trotz Aufrufen und Empfehlungen, darunter auch von Seiten Russlands, am 8. August mit der Zugabe von Uranerzkonzentrat im ersten Teil der Fließstraße zur Urankonversion (im Nuklearforschungszentrum Isfahan) begonnen, sagte Kamynin.

    „Russland ist bereit, mit anderen Staaten bei der Entspannung der Situation zusammenzuarbeiten“, fügte der Sprecher des russischen Außenministeriums hinzu.