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    Schanghaier Organisation - ein neues Modell geopolitischer Integration

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    MOSKAU, 10. August (RIA Nowosti). Die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) sei ein grundsätzlich neues Modell der geopolitischen Integration, erklärte der stellvertretende Außenminister Russlands, Alexander Jakowenko, in seinem Beitrag "Der Geist Schanghais: von der Lösung der Grenzfragen zur multilateralen regionalen Zusammenarbeit", der heute in der Zeitung "Rossijskaja gaseta" veröffentlicht wurde.

    "Die Organisation erfasst fast zwei Drittel des eurasischen Kontinentalraumes und vereinigt Staaten mit unterschiedlichen Ursprüngen ihrer Zivilisation. Solche Maßstäbe, vielseitige Interessenbereiche, der transregionale und multizivilisierte Charakter der Organisation haben in der Geschichte nicht ihresgleichen. Darin besteht unbestreitbar das Neue der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Garantie ihrer Zukunft", heißt es im Beitrag. (Der SOZ gehören China, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan. Indien und Pakistan haben den Status von Beobachtern).

    Der auf einer Sitzung der Regierungschefs der SOZ-Mitgliedsländer 2004 angenommene Plan von Maßnahmen für ein Programm der multilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit gilt fast zu einem Drittel dem Zusammenwirken in Bildung, Wissenschaft und Technologien. "Das bedeutet, dass die SOZ-Teilnehmer dieser Organisation recht ambitiöse Aufgaben für eine Modernisierung stellen", betont Jakowenko.

    Ernsthafte Vorteile verheißt die Zusammenarbeit im Brennstoff, Energie- und Transportbereich.

    "In der Perspektive gibt es hier eine Möglichkeit, aufgrund der gemeinsamen Organisation der geologischen Erkundungstätigkeit auch zur gemeinsamen Ausbeutung reichster Ressourcen Zentralasiens überzugehen", heißt es im Beitrag. Sein Verfasser erinnert an die Pläne zur Verlegung von Rohrleitungen aus Zentralasien nach Xinjiang, das autonome Gebiet der Uiguren in China, und den Bau einer Rohrleitung aus Russland nach China.

    Jakowenko verweist darauf, dass man sich in den USA zu SOZ-Projekten mit einer gewissen Eifersucht verhält, obwohl sie "selbst nicht abgeneigt sind, nach Varianten der eigenen Beteiligung an aussichtsreichen Projekten im SOZ-Raum zu suchen. Zum Beispiel durch den Erwerb von Aktienpaketen von Unternehmen, die an diesen Projekten beteiligt sind".

    Der stellvertretende Außenminister erinnert daran, dass die SOZ die Verwirklichung der Idee eines einheitlichen Transportraumes der Teilnehmerstaaten plant. "Die strategische Bedeutung neuer Transportkorridore, die absolut neue Richtungen in der regionalen Wirtschaftspolitik schaffen können, ist offensichtlich", unterstreicht Jakowenko.

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