19:33 20 August 2017
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    Sondertagung des IAEA-Gouverneursrates setzt ihre Arbeit fort

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    WIEN, 10. August (RIA Nowosti). Eine Sondertagung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu Iran-Nuklearprogrammen, die am Dienstag in Wien begann, wird heute Nachmittag ihre Arbeit fortsetzen.

    Wie aus der IAEA verlautete, führte die Sitzung des Gouverneursrates am Dienstag wegen Widersprüchen zwischen den Ratsmitgliedern zu keiner Einheit in Frage der Annahme einer Resolution bezüglich des "Iran-Nukleardossiers". Deshalb wurde beschlossen, die Arbeit fortzusetzen.

    Die der IAEA-Führung nahe stehenden Experten in Wien meinen, dass "Teheran gute Signale gibt, indem es die Absicht erklärt, die Verhandlungen mit Ländern der Europäischen Union über seine Nuklearprogramme fortzusetzen, obwohl die iranische Führung nicht geneigt ist, die Projekte zur Urananreicherung einzufrieren".

    "Auf der Sitzung des IAEA-Gouverneursrates am Dienstag versuchten westliche Länder, in einer Resolution kritische Formulierungen bezüglich der Position Teherans zu Nuklearfragen, insbesondere im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Arbeiten im iranischen Nuklearzentrum in Isfahan, zu erwirken. Aber die Entwicklungsländer, die dem Gouverneursrat angehören, bildeten eine deutliche Opposition zu diesen Absichten", wurde bei der IAEA erklärt.

    "Auf der heutigen Tagung des IAEA-Gouverneursrates wird kaum eine Resolution angenommen, das Iran-Nukleardossier dem UNO-Sicherheitsrat zur Prüfung vorzulegen. Wenn aber Iran eine zu unnachgiebige Position bezüglich des Einfrierens seiner Arbeiten an der Urananreicherung einnehmen wird, so kann die Frage der Übergabe des Iran-Nukleardossiers an den UNO-Sicherheitsrat in die Tagesordnung einer der darauffolgenden Sitzungen des IAEA-Gouverneursrates aufgenommen werden. Sie wird dann auf der am 26.-30. September bevorstehenden Generalkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien kritisch geprüft", meint man bei der IAEA.

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