03:51 26 September 2017
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    Iran bekundet Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen mit EU-Troika

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    TEHERAN, 10. August (RIA Nowosti). Irans Vertreter beim Verhandlungsprozess mit der EU-Troika (Großbritannien, Frankreich und Deutschland), Sirus Naseri, hat die Bereitschaft seines Landes bekundet, Verhandlungen ohne die Vorbedingungen der Europäischen Union fortzusetzen. "Die Islamische Republik ist bereit, den Dialog mit der EU-Troika fortzusetzen, allerdings wären beliebige Vorbedingungen, etwa eine Aussetzung der Aktivitäten zur Erforschung der friedlichen Atomtechnologien und zur Herstellung des vollständigen Nuklearzyklus im Lande, für uns unannehmbar", heißt es in einem am Mittwoch in Teheran veröffentlichten Erklärung von Naseri.

    "Nach den zweijährigen Verhandlungen mit der EU-Troika und den Erwartungen möglicher Versprechungen seitens der EU ist Iran bereits desillusioniert", sagte der iranische Diplomat.

    Derzeit haben IAEA-Experten bereits ihre gesamten Inspektionsausrüstungen im Nuklearzentrum Isfahan montiert. Deshalb werden die Ausrüstungen des Objekts am Mittwoch entsiegelt.

    Am Mittwoch wird die auf Initiative der EU-Troika einberufene Dringlichkeitstagung des IAEA-Direktorenrates fortgesetzt, auf der das iranische "Nukleardossier" erörtert werden soll.

    Wie Experten vor Ort feststellen, könnte Iran weitere Schritte unternehmen und die Arbeit an der Urananreicherung im Nuklearobjekt Natanse wiederaufnehmen, sollte auf der Tagung eine scharfe antiiranische Resolution angenommen werden. Nach Ansicht der Iraner berücksichtigt die EU nicht die Interessen Irans auf dem Gebiet der friedlichen Atomtechnologien, worauf ein jeder Staat Recht hat, der alle Vereinbarungen und Abkommen im Bereich der Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen einhält.

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