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    "Iswestija": Russlands Schiffbau wird in zwei großen Holdings vereint

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    MOSKAU, 10. August (RIA Nowosti). Die Föderale Industrieagentur Russlands (Rosprom) will die Kapazitäten für die Produktion von Schiffen und U-Booten in zwei Holdings vereinen, schreibt die "Iswestija" am Mittwoch. Nicht zum ersten Mal betont der Staat, dass die Interessen der Sicherheit im Schiffbau höher stehen als private Interessen.

    Der Rosprom-Chef Boris Aljoschin will die Holding für den U-Boot-Bau auf der Basis des Betriebs "Sewmaschpredprijatije" in Sewerodwinsk, Gebiet Archangelsk, gründen. (In dieser Region befindet sich auch das wichtigste Atom-U-Boot-Reparaturwerk "Swjosdotschka"). Außerdem könnten der Betrieb "Admiraltejskije Werfi" in Sankt Petersburg und ein weiterer Betrieb in Komsomolsk am Amur dieser U-Boot-Holding angeschlossen werden.

    Wie der Rosprom-Chef feststellte, könnten sich auch private Unternehmen dieser neuen Struktur anschließen. Derzeit ist der Prozess einer Vereinigung von Ressourcen der Petersburger Unternehmen "Baltijski Sawod" und "Sewernaja Werf" im Gange.

    Die Schaffung einer einheitlichen Struktur für die Produktion von Überwasserschiffen wird, so Aljoschin, in zwei Etappen erfolgen. Zunächst werden die Betriebe für die größeren und für die kleineren Schiffe zu zwei unterschiedlichen Holdings gehören, später sollen aber auch diese zusammengeführt werden.

    Die Betriebe selbst wollen die Äußerungen des Rosprom-Chefs nicht kommentieren. Wie Igor Saweljew, Chef des Pressedienstes von "Baltijski Sawod", erklärte, liegen die Fragen des Zusammenschlusses zu Korporationen im Zuständigkeitsbereich der privaten Aktienbesitzer des Unternehmens. Wie ein anonymer Sprecher der Petersburger Werften feststellte, schmiede der Staat seit Mitte der 90er Jahre Pläne für die Bildung integrierter Strukturen im Schiffbau, keiner dieser Pläne sei aber bisher realisiert worden.

    Dennoch sind Experten der Auffassung, dass der Staat diesmal einen Zusammenschluss von Werften nun doch durchsetzen würde. Wjatscheslaw Schabin, Analytiker der Investmentgesellschaft BrokerKreditService, erklärte, die Beamten hätten bereits mehrmals zu verstehen gegeben, dass die Interessen der Staatssicherheit im Schiffbau höher seien als die privaten Interessen.

    "Höchstwahrscheinlich wird der Staat den Privataktionären Vorschläge machen, die sie unmöglich ablehnen können", sagte der Experte.