12:07 28 April 2017
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    Iran entfernt Plomben an den Ausrüstungen im Nukelarforschungszentrum Isfahan

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    TEHERAN‚ 10. August (RIA Nowosti). Nach Genehmigung der IAEA wird Iran in mehreren Stunden die Plomben an den Ausrüstungen im Nuklearforschungszentrum Isfahan entfernen. Das teilte der stellvertretende Leiter der iranischen Organisation für Atomenergie Mohammad Saeedi mit.

    „Die Agentur hat es offiziell erlaubt, die Plomben an den Ausrüstungen im genannten Objekt zu entfernen, was noch am heutigen Tag, in mehreren Stunden im Beisein von IAEA-Inspekteuren getan wird“, sagte Saeedi vor Journalisten.

    Ihm zufolge „wird das Objekt nach der Entfernung der Plomben voll in Betrieb genommen“.

    Am Montag, dem 8. August, hatte Iran die Arbeiten im Nuklearforschungszentrum teilweise wieder aufgenommen, und zwar an der Ausrüstung, die nicht mit IAEA-Plomben versehen war. Es wurde mit der Zugabe von Uranerzkonzentrat begonnen, was den ersten Teil der technologischen Prozesses der Urankonversion ausmacht. Nach der Entfernung der Plomben an den anderen Ausrüstungen wird das Nuklearforschungszentrum schrittweise zur vollständigen Auslastung seiner Kapazitäten übergehen.

    Nach Versicherung der iranischen Seite wird das Uranhexafluorid, das Produkt der Verarbeitung uranhaltiger Erze, in Spezialbehältern gelagert.

    Den iranischen Behörden zufolge waren die Arbeiten in Isfahan Ende vergangenen Jahres aus politischen Gründen mit dem Ziel ausgesetzt worden, eine Atmosphäre des Vertrauens bei den Verhandlungen mit der „europäischen Troika“ (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) zu schaffen. Doch die Europäische Union konnte inzwischen keine konstruktiven Vorschläge zur Lösung des Problems der iranischen Nuklearprogramme unterbreiten, die die Interessen Irans bei der Schaffung des vollständigen Nuklearzyklus im Lande berücksichtigen. Dies bewog Teheran dazu, Schritte zur selbständigen Einführung friedlicher Nukleartechnologien, so zur Produktion nuklearer Brennelemente, zu unternehmen.

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