23:38 23 April 2017
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    Russische Experten bewerten die sechsseitigen Verhandlungen in Peking nicht als gescheitert

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    MOSKAU‚ 10. August (RIA Nowosti). Die russischen Experten bewerten die sechsseitigen Verhandlungen über das Nuklearproblem der KDVR, in denen eine Pause bis Ende August eingelegt wurde, nicht als gescheitert. „Wichtig ist, dass sich die Seiten wieder am Verhandlungstisch versammelt hatten“, sagte der stellvertretende Direktor des PIR-Zentrums für politische Studien Anton Chlopkow am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti.

    „Wichtig ist auch, dass die Termine für die nächste Serie von Treffen festgelegt wurden“, betonte der Experte.

    Die Seiten kamen darin nicht überein, was unter dem Begriff „Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel“ zu verstehen ist. Die USA bestehen auf dem vollständigen Verzicht der KDVR auf die Anwendung nuklearer Technologien, während Nordkorea sich das Recht auf den Betrieb von AKW für friedliche Zwecke vorbehalten will.

    Ein weiterer Experte vom PIR-Zentrum, Generalleutnant a. D. Gennadi Jewstafjew, übte Kritik an der Position der USA, die darauf bestehen, der KDVR das Recht auf Atomenergie vollständig zu entziehen. Nach seiner Einschätzung bildet sich komplizierte Situation heraus, da den einen Staaten das Recht auf Kernwaffenbesitz, den anderen das Recht auf die friedliche Nutzung von Atomenergie und wieder anderen keinerlei Rechte gewährt werden.

    Der Experte ist der Ansicht, dass die USA ihre Politik in Asien überprüft und sich der offiziellen Anerkennung der KDVR angenähert haben. Doch angesichts der zunehmenden politischen Aktivität von Peking wollten die USA „die politische Initiative nicht in fremde Hände abgeben“.

    Nach Bewertung Jewstafjews wird es bei der nächsten Runde der nordkoreanischen Verhandlungen keinen Durchbruch geben, denn „dieses Problem ist zu alt“. Wenn es den Teilnehmern der Verhandlungen gelänge, das Dokument über die Prinzipien zur Fortsetzung des Dialogs abzustimmen, „würde dies eine Leistung bedeuten, die uns zur Normalisierung der Situation im Nordosten Asiens führen würde“, so der Experte.

    Die sechsseitigen Verhandlungen werden seit August 2003 unter Beteiligung von Diplomaten aus Russland, den USA, der KDVR, der Republik Korea, China und Japan in Peking geführt.

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