04:03 26 September 2017
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    Georgisch-abchasischer Konflikt wird mit der Eröffnung des direkten Zugverkehrs über Abchasien noch nicht beendet

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    MOSKAU, 10. August (RIA Nowosti). Mit der Eröffnung des direkten Zugverkehrs über Abchasien wird noch kein Schlussstrich unter die Regelung des georgisch-abchasischen Konfliktes gezogen. Diese Meinung äußerte Konstantin Satulin, Mitglied des Staatsduma-Ausschuses für Angelegenheiten der GUS und Direktor des Instituts für die GUS-Länder, am Mitwoch.

    „Selbst wenn wir uns vorstellen, dass der Eisenbahnverkehr zwischen Sotschi und Tiflis wiederaufgenommen wird, so kann ich nicht ausschließen, dass die georgische Seite weiterhin Erpressungsversuche unternehmen wird“, sagte der Abgeordnete.

    Satulin schloss nicht aus, dass Terrorakte „unter der Losung des Kampfes um die Rückkehr Abchasiens nach Georgien, als Handlungen der sogenannten georgischen Partisanen hingestellt,“ versucht werden.

    Dabei „wären all diese Probleme bei einem normalen Herangehen und einer normalen Interessiertheit lösbar und könnten durch die Vereinigung der Anstrengungen von Russland, Georgien und Abchasien beseitigt werden“.

    Wie Satulin weiter bemerkte, sind keine allzu großen Mittel erforderlich, um den Zugverkehr über Abchasien wiederaufzunehmen.

    „Die größte Schwierigkeit stellt der Bahnabschnitt im Raum von Otschamtschira und Gali sowie der Abschnitt zwischen Suchumi und der georgischen Grenze dar, wo es Probleme mit dem Gleiskörper gibt. Außerdem müssen an zwei bis drei Stellen Brücken wiederaufgebaut werden“, sagte Satulin.

    Russische und abchasische Fachleute haben am Mittwoch mit der Untersuchung des Bahnkörpers der Strecke Psou-Inguri auf abchasischem Territorium begonnen. Die Eisenbahner werden den Zustand der Infrastruktur entlang der Eisenbahn prüfen, die bei den Kriegshandlungen in den Jahren 1992 und 1993 beschädigt wurde. Der vollständige Bericht über den Zustand des abchasischen Abschnittes der Eisenbahn soll bis zum 1. Oktober abgefasst werden. Die Sicherheit der Arbeiten wird von Angehörigen der russischen Friedenstruppe gewährleistet.

    Derzeit verkehren nur Reisezüge Suchumi-Moskau und Suchumi-Adler auf abchasischem Territorium. Es handelt sich um eine eingleisige Bahn mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 Stundenkilometer.

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