19:09 20 August 2017
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    In Wien wird eine Lösung des "Iran-Nuklearproblems" gesucht

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    TEHERAN, 11. August (RIA Nowosti). In Wien wird heute eine Sondertagung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Problem des "Iran-Nukleardossiers" stattfinden.

    Geplant ist, im IAEA-Hauptquartier den Entwurf einer Resolution abzustimmen, den die "europäische Drei" (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) zur Prüfung vorgelegt hat. Sie führt im Namen der Europäischen Union mit Teheran einen Dialog zu diesem Problem.

    Die EU bewertete die Entscheidung Irans, die Arbeiten bei der Verarbeitung von uranhaltigen Erzen in Uran im Nuklearzentrum von Isfahan wieder aufzunehmen, als Austritt aus dem Moratorium für die Tätigkeit bei der Urananreicherung.

    In der Hoffnung, Iran von der Wiederaufnahme der Arbeiten im genannten Objekt abzuhalten, initiierte die "europäische Drei" die Einberufung der Sondertagung des IAEA-Leitungsgremiums, die ihre Arbeit am 9. August aufnahm, und schlug die harte Variante einer Resolution vor, die die Islamische Republik bei der weiteren Erschließung von Nuklearprogrammen beschränken soll.

    Gegen diese Variante traten die Teilnehmerstaaten der nichtpaktgebundenen Bewegung und Entwicklungsländer auf, die erklärten, dass die Einführung von Beschränkungen für Länder, die sich mit der Erschließung von Nukleartechnologien zu friedlichen Zwecken beschäftigen, darunter auch für Iran, unannehmbar ist. Vor diesem Hintergrund entstanden im IAEA-Gouverneursrat, dem Vertreter von 35 Staaten angehören, ernsthafte Meinungsverschiedenheiten. Sie führten dazu, dass die für Mittwoch geplante Sondertagung des IAEA-Leitungsgremiums überhaupt aufgeschoben wurde.

    Wie westliche Experten betonen, wird es der Europäischen Union einerseits schon kaum gelingen, Iran davon zu überzeugen, seine Entscheidung zu überprüfen. Andererseits stieß die "europäische Drei" auf ernsthaften Widerstand einer Reihe von Ländern, die die Absicht haben, ihre Positionen auf dem Gebiet der Erschließung des friedlichen Atoms zu verteidigen.

    Ungeachtet der Drohungen an die Adresse Irans seitens der Europäischen Union, die das "Iran-Nukleardossier" dem UNO-Sicherheitsrat zur Prüfung vorlegen will, erklärt die "europäische Drei" die Möglichkeit, den Verhandlungsprozess mit der Islamischen Republik fortzusetzen.

    Teheran weigert sich seinerseits nicht, einen Dialog zu führen. Aber ohne Vorbedingungen seitens der EU und unter Berücksichtigung der Einhaltung der Interessen und Rechte Irans bei der Erschließung von Nukleartechnologien zu friedlichen Zwecken und bei der Schaffung des vollen Nuklearzyklus im Land.

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