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    Änderungen der Besteuerung in der Erdölbranche können 2006 - Anfang 2007 beschlossen werden

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    MOSKAU, 11. August (RIA Nowosti). Entscheidungen über die Änderung der Besteuerung in der Erdölbranche können 2006 - Anfang 2007 getroffen werden. Diese Meinung äußerte der stellvertretende Finanzminister der Russischen Föderation, Sergej Schatalow, in einem RIA-Nowosti-Interview.

    "Im kommenden Jahr werden wir dieses Herangehen überarbeiten und es vom Parlament billigen lassen. Wir hoffen, dass sie 2006 - Anfang 2007 in Kraft treten werden", erklärte der stellvertretende Minister.

    "Das Hauptproblem bei der Änderung der Besteuerung in der Erdölbranche ist die Steuer auf die Gewinnung von Bodenschätzen und die Möglichkeit ihrer Differenzierung in Abhängigkeit von verschiedenen Umständen", betonte er.

    Schatalow teilte mit, dass heute einige Arbeitsgruppen gebildet sind und die Besprechung mit Erdölunternehmen, dem Wirtschaftsministerium, dem Ministerium für Industrie und Energiewirtschaft sowie Steuerbehörden auf verschiedenen Ebenen erfolgt.

    "Bislang ist die Aufgabe nicht gelöst, denn es fällt schwer, Kriterien ausfindig zu machen, die die Besonderheiten verschiedener Vorkommen objektiv berücksichtigen würden", erläuterte Schatalow. "Für uns ist auch das sehr wichtig, inwieweit sich diese Kriterien vom Steuerzahler verwalten lassen. Wir möchten nicht, dass sich durch neue Kriterien die Korruption vergrößern würde und Möglichkeiten für die Steuerhinterziehung geschaffen würden", unterstrich der stellvertretende Minister.

    Er verwies auch noch auf ein Problem, das mit der sogenannten Steuer auf zusätzliche Einnahmen aus der Gewinnung von fossilen Rohstoffen zusammenhängt. Nach Meinung Schatalows sei das die Steuer, die einen Teil der Steuer auf die Gewinnung von Bodenschätzen auf sich nehmen könnte, die aber die reale Ökonomie der Vorkommen berücksichtigen würde. "Das ist die Steuer, die minimal wäre oder in den Anfangsetappen der Ausbeutung eines Vorkommens oder in ihrem Endstadium überhaupt fehlen würde und die in der Periode der maximalen Ausbeutung des Vorkommens besonders effektiv arbeiten würde", erläuterte Schatalow. "Solange wir aber das Problem mit der Transferpreisbildung (sie wird bei Geschäften zwischen gegenseitig abhängigen Unternehmen sowie bei Außenhandels- und Tauschgeschäften angewendet) nicht gelöst und die Gesetzgebung nicht geändert haben, dürfen wir diese Mechanismen auch nicht vorschlagen."

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