16:46 13 November 2018
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    Anwalt Kusnezow: Ausländische Hilfe für Atom-U-Boot "Kursk" kam zu spät

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    MOSKAU, 12. August (RIA Nowosti). Wenn Russland gleich um Hilfe aus dem Ausland gebeten hätte, hätten die Menschen in der neunten Sektion der "Kursk" gerettet werden können, meint der Anwalt der Familien der auf der "Kursk" verunglückten Seeleute, Boris Kusnezow.

    "Wenn wir damals gleich um ausländische Hilfe gebeten hätten, wäre es möglich gewesen, die 23 Leute zu retten, die sich in der neunten Sektion befanden und mehr als zweieinhalb Tage am Leben blieben", sagte Kusnezow zu Journalisten.

    Laut Kusnezow wäre die Rettung der anderen unmöglich gewesen, da sie buchstäblich in den ersten Minuten nach der ersten und zweiten Explosion umkamen.

    Kusnezow ist sich sicher, dass der Grund der Havarie eine Torpedo-Explosion war.

    "Ich bin völlig überzeugt, dass es so und nicht anders war. Und lehne die Behauptungen einiger Militärs völlig ab, die ‚Kursk’ sei nach einem Zusammenstoß mit einem ausländischen U-Boot verunglückt", so Kusnezow.

    Laut Kusnezow hätte kein ausländisches U-Boot einen Zusammenstoß mit der "Kursk" ausgehalten.

    "Die Wasserverdrängung der ‚Kursk’ ist ungefähr zweimal größer als selbst bei den größten amerikanischen U-Booten. Das ist wie ein Zusammenstoß eines Radfahrers mit einem Lkw", sagte er.

    Kusnezow bezeichnete auch die Version eines Raketen- oder Torpedoangriffs auf die "Kursk" als "sinnlos". "Wenn das Boot tatsächlich angegriffen worden wäre, hätte es nur eine Explosion gegeben", bemerkte er.

    Das Atom-U-Boot "Kursk" sank am 12. August 2000 in der Barentssee, 157 Kilometer nordwestlich von Seweromorsk, einem Stützpunkt der russischen Nördlichen Flotte auf der Halbinsel Kola. An Bord befanden sich 118 Mitglieder der Mannschaft. Alle kamen ums Leben.

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