03:54 26 September 2017
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    Iran hält die IAEA-Resolution für „politisch motiviert“

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    TEHERAN, 15. August (RIA Nowosti). Irans Außenminister Kamal Kharrazi hat die vom IAEA-Direktorenrat angenommene Resolution über die iranischen Nuklearprogramme als einen „politischen Missbrauch“ der Möglichkeiten der internationalen Atomenergiebehörde bewertet. „Die IAEA sollte die Zuversicht geben, dass diverse Staaten alle Bestimmungen des Atomsperrvertrags einhalten, nicht aber die Möglichkeiten eines Landes für die Aneignung ziviler Nukleartechnologien aus politischen Motiven einschränken“, erklärte Irans Außenamtschef am Montag vor Journalisten.

    Er bekundete Bereitschaft seines Landes, Verhandlungen über das Problem der iranischen Nuklearprobleme fortzusetzen. Zugleich betonte er, dass Iran unter keinen Umständen auf sein legitimes Recht auf die Anwendung ziviler Atomtechnologien verzichten werde.

    Bei seiner außerordentlichen Tagung am Donnerstag hat der IAEA-Direktorenrat eine von der EU-Troika (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) vorgeschlagene Resolution angenommen, in der „ernsthafte Besorgnis“ über Irans Wiederaufnahme der Realisierung des Atomprogramms zum Ausdruck gebracht wird.

    Im Dokument wird die Islamische Republik aufgefordert, die gesamte Arbeit mit Spaltstoffen auszusetzen, die für die Herstellung von Kernwaffen genutzt werden könnten, unter anderem im Nuklearzentrum Isfahan, das seine Arbeit am 10. August dieses Jahres in vollem Umfang wider aufgenommen hat.

    Teheran lehnte seinerseits das angenommene Dokument ab, bekundete aber zugleich seine Bereitschaft, den Dialog mit den Europäern ohne Vorbedingungen fortzusetzen.

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