13:56 22 November 2017
SNA Radio
    Politik

    “Iswestija“: Immer mehr Anhänger der Idee „Russland für Russen“

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0

    MOSKAU, 15. August (RIA Nowosti). Die Zahl der Anhänger nationalistischer Losungen wächst derzeit in Russland. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts WZIOM ist der Anteil der Anhänger der Idee „Russland für die Russen“ innerhalb eines Jahres von elf auf 16 Prozent gestiegen, was mehr als 20 Millionen Menschen ausmacht. Nach Angaben des Analytischen Instituts „Lewada-Zentr“ wird aber diese Losung in diesem oder jenem Umfang von 58 Prozent der russischen Bürger unterstützt, berichtet die „Iswestija“ am Montag. Zugleich sind Experten nicht geneigt, das Aufblühen der Xenophobie im Lande zu übertreiben.

    Mehr als die Hälfte der russischen Bürger betonten, dass für sie ihre Nationalität wichtiger als die Staatsbürgerschaft ist. 45 Prozent der Befragten nannten ihre Nationalität in Beantwortung der WZIOM-Frage „Als wen empfinden sie sich?“

    41 Prozent der Befragten stellten eine Verstärkung der ethnischen Spannungen in letzter Zeit fest. Nur 17 Prozent sahen eine wachsende Toleranz.

    Nach Angaben des „Lewada-Zentrums“ würde jeder vierte Einwohner Russlands das Verbot für die Nichtrussen begrüßen, „leitende Ämter“ im Staat zu bekleiden. Jeder Dritte würde eine Aussiedlung von Kaukasiern und Chinesen „aus den urrussischen Gebieten“ begrüßen. Weitere 31 Prozent der Russen schlagen vor, „Beschränkungen für die Niederlassung von Nichtrussen in Russlands Städten“ einzuführen.

    Wie das Blatt feststellt, ist neben der Zunahme der nationalistischen Stimmungen auch eine entgegengesetzte Tendenz in der Gesellschaft zu verzeichnen. Der Anteil jener, die der Ansicht sind, dass Russland ein multinationaler Staat ist, weshalb deren Bürger keine ethnisch bedingten Vorteile gegenüber den Mitbürgern haben sollten, stieg innerhalb eines Jahres von 49 auf 53 Prozent.-

    „88 Prozent der Bevölkerung machen Russen aus, deshalb zeugt es von einem überaus starken Internationalismus unseres Volkes, wenn nur die Hälfte von ihnen von einem ‚Russland für die Russen’ spricht“, so Wladimir Scharichin, Vizedirektor des Instituts der GUS-Länder.

    „Die ethnische Situation wird vom absoluten Fiasko der Arbeit der Migrationsbehörde äußerst negativ beeinflusst“, stellte der Experte fest.

    „Die Intoleranz entsteht in der Regel nicht gegenüber den Menschen, die in Russland bereits Fuß gefasst haben, sondern gegenüber dem riesigen Zustrom illegaler Migranten, die absolut nicht sozialisiert sind und in der Tat eine Bedrohung für Russlands Bürger darstellen“, betonte Scharichin.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren