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    Al-Qaida-Chef in der Türkei kündigt für Gerichtsverhandlung Sensation an

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    ANKARA, 15. August (RIA Nowosti). Der Chef der türkischen Zelle von al-Qaida, der Syrer Luani Sakra, stellt sensationelle Enthüllungen über die Struktur und die Aktivitäten des von Usama Bin Laden geführten internationalen Terroristennetzes vor Gericht in Aussicht. Das erklärte er während der Verhöre in der Verwaltung für Sicherheit Istanbuls, berichtet die Zeitung Zaman am Montag. Einem Sprecher des türkischen Sicherheitsdienstes zufolge, den die Zeitung zitiert, ähnelt al-Qaida ihrer Struktur nach mehr einem Geheimdienst denn einer Terroristenorganisation.

    Der Syrer, von dem türkische Behörden meinen, er sei einer der Drahtzieher der Terroranschläge vom November 2003 in Istanbul, bei denen 61 Menschen das Leben verloren und mehr als 600 Personen verletzt wurden, war in der vorigen Woche in der türkischen Stadt Diyarbakir im Südosten des Landes verhaftet worden. Bei dieser Aktion wurden in der Türkei insgesamt 16 Personen festgenommen. Unter Sakras Führung hatten sie einen Bombenanschlag auf ein Kreuzfahrtschiff mit israelischen Touristen in Antalya geplant. Zu diesem Zweck hatten die Terroristen etwa eine Tonne Sprengstoffe vorbereitet.

    Auf Entscheidung des Istanbuler Gerichts wurde Sakra ins Gefängnis überführt. Er wurde der Beteiligung an Terroranschlägen und der Mitgliedschaft in verbotenen Organisationen beschuldigt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

    Der syrische Terrorist behauptet, Bin Laden habe die Lage in al-Qaida nicht vollständig unter Kontrolle. Einige Gruppen verübten im Namen des gesamten Netzes Anschläge. So geschah es Sakra zufolge zum Beispiel „während des zweiten Überfalls auf London in disem Juli“.

    Sakra, so behauptet er selbst, habe Dutzende Personen in die USA sowie nach England, Ägypten, Syrien und Algerien entsandt, um Gewalttaten auszuführen.

    Bei den Verhören sagte der Terrorist aus, er habe gemeinsam mit dem Anführer der irakischen Zelle von al-Qaida, al-Zarqawi, in der irakischen Stadt al-Falludja gegen die Amerikaner gekämpft.

    In dem Haus in al-Falludja, in dem sich Sakra und seine Komplizen verbargen, wurden zehn Amerikaner festgehalten, die er mit „eigenen Händen“ ermordete, erklärte Sakra dem Untersuchungsrichter.

    Aus seinen Aussagen geht hervor, dass sich al-Zarqawi gegenwärtig im Norden Iraks aufhält.

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