04:41 22 September 2017
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    Russlands Außenministerium: Jordaniens Initiative gegen Extremismus wurde Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Zivilisationen

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    MOSKAU, 16. August (RIA Nowosti). Die Initiative Jordaniens zum Kampf gegen die Verbreitung des Extremismus wurde zu einer Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen den Zivilisationen, erklärte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin, in einem RIA-Nowosti-Interview im Zusammenhang mit einem heute beginnenden Russland-Besuch des Königs Jordaniens, Abdullah II.

    Seiner Schätzung nach fand die von der jordanischen Seite vorgebrachte Initiative, die Autorität der führenden Theologen aus allen großen islamischen Staaten zu nutzen, um der Verbreitung des Extremismus einen Riegel vorzuschieben und zwischen dem wahren Islam und dem Terrorismus zu unterscheiden, bei der russischen Führung einen positiven Widerhall. Sie wurde zu einer guten Grundlage für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines zwischenkonfessionellen Dialogs und bei der Gestaltung der gegenseitigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Zivilisationen.

    Kamynin hob besonders hervor, dass die Initiative Jordaniens im September 2004 ergriffen wurde, als Einwohner, Schüler und Lehrer einer Schule in Beslan in Nordossetien (Nordkaukasus) von einer Gruppe bewaffneter Terroristen als Geiseln genommen wurden. Am 3. September kamen 330 Geiseln, unter ihnen 186 Kinder, im Ergebnis des Sturmes von Regierungstruppen auf das Schulgebäude ums Leben. 918 Personen wurden gerettet.

    Nach Meinung des offiziellen Vertreters des russischen Außenministeriums zeichnen sich die russisch-jordanischen Beziehungen heute durch eine hohe Dynamik des politischen Dialogs aus.

    „Traditionell nah sind unsere Positionen zu regionalen Hauptproblemen - der Nahostregelung und der Situation in Irak“, betonte Kamynin.

    Er erinnerte daran, dass „Jordanien an internationalen Bemühungen um die Suche nach der Entschärfung akuter Krisen aktiv teilnimmt und die von Russland vorgebrachten Initiativen unterstützt“.

    „Die Aktualität der regionalen Problematik, die heute beide Seiten besprechen, wird zudem dadurch bestimmt, dass der Abzug der israelischen Truppen aus dem Gaza-Streifen beginnt und die Arbeit am Entwurf der ständigen Verfassung Iraks abgeschlossen wird“, sagte der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums.