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    “Delowoj Wtornik“: Jungfernflug der russischen Raumfähre für 2011 geplant

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    MOSKAU, 16. August (RIA Nowosti). Der erste unbemannte Start der russischen Raumfähre der neuen Generation „Clipper“ soll 2011 stattfinden, der erste bemannte Flug ist für 2012 geplant. Das teilte Nikolai Brjuchanow, Vizegeneralkonstrukteur der „Koroljow“-Weltraumraketengesellschaft „Energija“, in der Wochenzeitung „Delowoj Wtornik“ mit.

    „Clipper“ soll die Raumschiffe der vergangenen Generation „Sojuz“ und „Buran“ ablösen. Gerade dieses Modell wird das Basismodell für die nächsten Jahrzehnte sein, sagte der Experte.

    Das Raumschiff hat beachtliche Vorteile. Dank seinen aerodynamischen Eigenschaften bietet „Clipper“ die Möglichkeit, die vorgesehenen Überbelastungen der Raumflieger auf die Hälfte oder mehr und die unvorgesehenen ungefähr auf ein Fünftel zu verringern.

    Der „Clipper“-Konstruktion liegt ein Flügelschema zugrunde. Die neue aerodynamische Qualität eröffnet die Möglichkeit, auf dem Abschnitt des gesteuerten Niedergangs in der Erdatmosphäre nach der Rückkehr vom Orbit zu manövrieren und die Zielgenauigkeit bei der Landung zu erhöhen.

    Mit dem neuen Raumschiff werden sechsköpfige Besatzungen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Das bedeutet, dass sich die Situation um die Station radikal ändern wird, so Brjuchanow. Denn als die Hauptregel der ISS-Flugsicherheit gilt die Möglichkeit einer unverzüglichen Evakuierung der zwei- bis dreiköpfigen Besatzung zur Erde mit einem „Sojus“-Raumschiff. Sobald sich aber „Clipper“ an die ISS andockt, könnte die Stammbesatzung der ISS ohne weiteres verdoppelt oder verdreifacht werden.

    „Wir werden zwar mehr Geld für die Herstellung des neuen Raumschiffs ausgeben, es wird aber rund 25 Flüge unternehmen können, und zwar mit Apparaturen und einer doppelt so großen Besatzung“, stellte Brjuchanow fest. „Dies ist wesentlich sparsamer als das heutige Programm.“

    Russland wäre in der Lage, „Clipper“ allein herzustellen. Es ist immer noch eine durchaus reale Aufgabe, das Raumschiff mit eigenen Technologien herzustellen. Unter Berücksichtigung aller Umstände vertrat die russische Weltraumbehörde den Standpunkt, dass die Politik der globalen Integration in der gegenwärtigen Etappe besonders effektiv und für das Land strategisch wichtig ist, schreibt das Blatt.

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