23:43 23 April 2017
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    Außenministerium: Russland ist gegen gewaltsame „Demokratisierung“ des postsowjetischen Raumes

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    MOSKAU, 16. August (RIA Nowosti). Der postsowjetische Raum sei der wichtigste Bereich der Außenpolitik Russlands, von der seine Zukunft abhänge. Deshalb könne sich die Russische Föderation nicht mit Methoden der gewaltsamen „Demokratisierung“ des gesamten postsowjetischen Raumes einverstanden erklären, sei es „samtene Revolutionen“ oder der informationspolitische Druck auf die heutige Macht, erklärte der stellvertretende Außenminister Russlands, Grigori Karassin, in einem Interview mit der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    Ihm zufolge führe das unweigerlich zur Destabilisierung der Situation in der Region und könne zu ernsthaften langfristigen Komplikationen mit unvoraussagbaren Folgen führen, darunter auch zu noch mehr Extremismus.

    Seiner Meinung nach habe Russland kein Monopol für Ideen und Handlungen im postsowjetischen Raum. Der russischen Gesellschaft sei es gelungen, solche Illusionen zu bekämpfen. Richtiger wäre es, nicht über das Recht auf Hinweise und Belehrungen, sondern über die intellektuell-politische Führungsrolle zu sprechen. Im idealen Fall müsse diese Führungsrolle auf einer ergebnisreichen wirtschaftlichen Dynamik, einem effektiven politischen System und Leistungen auf dem Gebiet von Kultur und Bildung beruhen. Die Aufgabe sei kompliziert, aber Russland sei ihr durchaus gewachsen, ist der stellvertretende Außenminister überzeugt, der sich nun mit allgemeinen Fragen der Zusammenarbeit mit den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten befasst.

    Die Russische Föderation sei bestrebt, den postsowjetischen Raum in eine Arena der gegenseitigen Achtung und der voraussagbaren Partnerschaft zu verwandeln. „Zugleich fällt es in der gegenwärtigen Welt, in der die Globalisierung die Spielregeln diktiert, schwer, Konkurrenz zu vermeiden“, betonte er.

    Nach seinen Worten müsse man die Konkurrenzfähigkeit erhöhen und eine Balance finden, die den Charakter der Beziehungen zwischen Russland und westlichen Partnern im postsowjetischen Raum gesunden würde.

    Der stellvertretende Außenminister hob hervor, dass die Russische Föderation in diesem Raum ihre lebenswichtigen Interessen habe und sie konsequent verteidigen werde. „In vieler Hinsicht stimmen unsere Bestrebungen mit den Interessen anderer GUS-Länder überein. Dies schafft eine günstige Grundlage für unser vielgestaltiges und vielseitiges Zusammenwirken auf verschiedenen Gebieten“, erklärte Grigori Karassin.

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