13:55 22 November 2017
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    Teilnehmerländer des Kyoto-Protokolls legen im Herbst Quoten für CO2-Emissionen fest

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    MOSKAU, 16. August (RIA Nowosti). Im Herbst sollen die Teilnehmer des Kyoto-Protokolls in Montreal die Quoten für die CO2-Emissionen festlegen, teilte Wsewolod Gawrilow, Sprecher des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel der Russischen Föderation, mit.

    "Es muss die Methodologie der Festlegung der Quoten für die CO2-Emissionen erarbeitet werden. Bislang weiß noch niemand, wie sie sein wird. Mir sind mindestens sechs Varianten bekannt", sagte Gawrilow.

    Den Worten des Beamten nach sei es möglich, dass der Emissionstand mit der Basisperiode wie heute, oder auch mit dem Bruttoinlandsprodukt jedes Landes verknüpft wird.

    "Es wäre bedauerlich, wenn sich die Teilnehmer nicht einigen können. Leider ist eine solche Situation möglich", schließt Gawrilow nicht aus.

    "Mehr noch, die Ergebnisse solcher Übereinkünfte werden in jedem Fall eine Abänderung des Kyoto-Protokolls erfordern. Folglich werden seine Teilnehmer erneut zu entscheiden haben, ob sie es ratifizieren oder nicht", präzisierte der Beamte. Die Meldungen, die USA, China, Indien und eine Reihe anderer Länder würden den Abschluss eines Alternativabkommens zum Kyoto-Protokoll planen, kommentierte Gawrilow dahingehend, dass ein solches Abkommen dem Kyoto-Protokoll nicht schaden werde.

    "Will man den Äußerungen von George Bush Glauben schenken, so betrachten die Amerikaner das Kyoto-Protokoll als Bedrohung ihrer Wirtschaft. Sie sind aber verpflichtet, die UNO-Konvention über Klimaänderung zu erfüllen, und gerade deshalb wurde dieses Abkommen abgeschlossen. Ich glaube aber nicht, dass es eine Bedrohung des Kyoto-Prozesses in sich berge", sagte der Sprecher des russischen Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel.

    Auf die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll durch Russland eingehend, stellte Gawrilow fest, dass in der russischen Gesetzgebung bereits die notwendigen Maßnahmen vorgesehen sind, darunter eine Erhöhung der Effektivität der Energiesektoren der Wirtschaft.

    "Es ist schwer, eine genaue Summe aller Ausgaben zu nennen. Ich kann lediglich die Zahlenordnung bezeichnen - Hunderte Millionen US-Dollar jährlich. Dabei entfällt auf den Haushalt der Föderation nur ein geringer Teil der Ausgaben, den Großteil investieren Subjekte der wirtschaftlichen Tätigkeit", sagte Gawrilow.

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