12:42 29 Juni 2017
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    Russlands Außenministerium: Stürmisches Wachstum des Neofaschismus in Lettland

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    MOSKAU, 17. August (RIA Nowosti). Das stürmische Wachstum der neofaschistischen und revanchistischen Stimmungen in Lettland sei durch das Fehlen einer gebührenden Reaktion seitens der europäischen und Weltgemeinschaft bedingt, heißt es in einer Mitteilung des Informations- und Pressedepartements des Außenministeriums der Russischen Föderation.

    Im Departement wird daran erinnert, dass am 13. August dieses Jahres in Smarda (Kreis Tukums) das bereits 7. Treffen der ehemaligen Mitglieder der Waffen-SS stattfand. Zu den Ehrengästen dieser dubiösen Zusammenkunft gehörten der Fraktionsvorsitzende der Partei „Neue Zeit“ im lettischen Sejm, Karlis Šiadurskis, die Parlamentsabgeordneten der Vereinigung „Für Vaterland und Freiheit (DNNL), Juris Dobelis und Peteris Tabuns, sowie der ehemalige Vorsitzende der Sejm-Kommission für auswärtige Angelegenheiten, Aleksandr Kirštejns. Außerdem gingen diesem Treffen auch andere Veranstaltungen ehemaliger faschistischer Kollaborateure voraus. So wurden am 30. Juli dieses Jahres vor dem Freiheitsdenkmal in Riga einer Reihe ehemaliger „nationaler Partisanen“ Medaillen „Für Förderung von Lettlands NATO-Mitgliedschaft“ überreicht, teilt das Departement mit.

    Mehr noch, der Verteidigungsminister Lettlands und Vorsitzende der Partei „Neue Zeit“, Ejnar Repše, schlug vor, „ab 1. September dieses Jahres eine monatliche finanzielle Zuwendung aus dem Haushalt des Verteidigungsministeriums für die ehemaligen Waldbrüder“ einzuführen. „Angesichts der Tatsache, dass die in Lettland lebenden Veteranen der Anthitler-Koalition gar keine Vergünstigungen genießen, wirkt das besonders zynisch“, wurde im Departement betont.

    „Es ist offensichtlich, dass der ganze Rummel um die ehemaligen SS-Leute und ihre Helfershelfer vor allem innenpolitische Ziele verfolgt. Je näher die Parlamentswahlen rücken, desto mehr strengen sich die rechtsorientierten Nationalisten an, um die Thematik der Revision der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und die Heroisierung der Helfershelfer des Nazismus zu einer ihrer wichtigsten ideologischen Richtlinien zu machen und ihre national-radikale Wählerschaft maximal zu mobilisieren“, wurde im Außenministerium der Russischen Föderation hervorgehoben.

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