22:07 23 September 2017
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    Russland ist an Berlusconis Meinung zu Irak interessiert

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    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). Die russische Seite will dem Premierminister Italiens bei den Verhandlungen in Sotschi nach seiner Einschätzung der Lage in Irak und nach den Perspektiven eines Truppenrückzugs fragen, teilte eine Quelle im Kreml mit. "Wladimir Putin fragt Silvio Berlusconi sicherlich, wie er die Lage in Irak sieht, was dort vor sich geht, und die Hauptsache, was dort weiter passieren wird", sagte sie. Dabei spielte sie darauf an, dass Russland in diesem Land "wesentliche wirtschaftliche Interessen" hat.

     Außerdem, so sagte der Gesprächspartner von RIA Nowosti, interessiert die russische Seite Berlusconis Meinung in Bezug auf die Perspektiven eines Truppenrückzugs aus Irak, wo sich unter andrem auch ein italienisches Kontingent befindet.

    "Ich halte die Frage nach den Fristen eines Truppenabzugs aus Irak für angebracht. Wir fordern nicht, sie in einem, zwei oder drei Jahren abzuziehen, doch Fristen sollten bekannt sein", unterstrich die Quelle, darauf verweisend, dass die westlichen Länder seinerzeit Moskau veranlassten, sich hinsichtlich des Abzugs seiner Militärstützpunkte aus Georgien und Moldawien festzulegen.

    Der Quelle zufolge geht es darum, einen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem die ausländischen Truppen Irak verlassen: entweder nach Annahme der Verfassung oder aber nach Abschluss des Prozesses der Schaffung der Staatsorgane. "Das Gerede, wonach die Truppen abgezogen werden, nachdem die Zukunft der Demokratie in dem Land als gesichert angesehen werden kann, ist nicht ernst zu nehmen", unterstrich die Quelle.

    Sie stellte in diesem Zusammenhang fest, dass es "in Bezug auf Afghanistan eine solche Festlegung gibt". Sie ist in dem entsprechenden Mandat verankert, das im Einklang mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates erteilt wurde.

    "In Irak begann alles mit der Suche nach chemischen Waffen und endete mit dem Ringen um die innere Sicherheit. Das geriet allseits in Vergessenheit; daran muss erinnert werden", stellte die Quelle fest.

    "Aus dem Irak wurde eine beständige Quelle des Terrorismus gemacht", fügte sie hinzu.

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