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    "Nesawissimaja Gaseta": Neues eurasisches Kraftzentrum wird gebildet

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    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). Nach Abschluss der russisch-chinesischen "Friedensmission 2005" hat der Staatsduma-Abgeordnete Andrej Kokoschin, früherer Sekretär des Sicherheitsrates Russlands, gemeinsame Manöver der Armeen Russlands, Chinas und Indiens angekündigt, teilt die Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag mit.

    Die bevorstehenden Übungen werden seinen Worten nach sowohl im Rahmen des entstehenden Dreiecks Russland-Indien-China als auch dank einer intensiveren Tätigkeit der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SZO - Kasachstan, China, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan) ermöglicht, der Indien seit einiger Zeit als Beobachter angehört. Die Übungen können sowohl mit der Aufrechterhaltung der Stabilität in Zentralasien verbunden werden als auch mit der Gewährleistung der Sicherheit auf den Seewegen, über die die Öl- und Gaslieferungen erfolgen.

    Wie ein ranghoher General des Verteidigungsministeriums Russlands mitteilte, könnten die Übungen bereits 2006 stattfinden.

    Die Konstruktion des Dreiecks Russland-China-Indien wird immer fester, schreibt die Zeitung. Von der früheren Konfrontation mit den großen Nachbarn im Norden und im Süden, die manchmal zu blutigen Vorfällen an der Grenze führten, ist China zur Politik der Partnerschaft übergegangen. Seine stürmisch wachsende Wirtschaft erfordert Stabilität.

    Es gibt noch einen Punkt der gemeinsamen Interessen Russlands, Chinas und Indiens - der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Russland im Kaukasus, Indien in Kaschmir und China in Xinjiang leiden gleichermaßen an islamischen Fundamentalisten und Extremisten, deren Hauptstützpunkte Pakistan und Afghanistan sind. Dies ist einer der Gründe, warum China von der Unterstützung Pakistans zur Zusammenarbeit mit Indien übergegangen ist.

    Bereits 1998 hatte der damalige russische Premier Jewgeni Primakow während seines Delhi-Besuchs die Idee eines strategischen Dreiecks Russland-China-Indien unterbreitet, stellt das Blatt fest. Damals erschien dies vielen als eine utopische Idee: Die gegenseitigen Widersprüche seien zu groß und unüberwindbar. Heute verändern sich aber die zwischenstaatlichen Beziehungen, es entstehen Grundlagen für eine solche militärische Partnerschaft. Umso mehr als die drei Teilnehmer der Wunsch vereint, der amerikanischen Strategie einer monopolaren Welt ein Ende zu setzen und ein eigenes Kraftzentrum zu bilden.