18:37 20 September 2017
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    Experte: GUS und EWR überwanden Krise noch nicht

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    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). Sergej Markow, Direktor des Instituts für politische Studien, meint, dass die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und der Einheitliche Wirtschaftsraum (EWR) die Krise noch nicht überwunden haben.

    Das sagte er heute in seiner Stellungnahme zu den Ergebnissen des GUS- und EWR-Gipfels in Kasan.

    Nach Worten des Politologen wurde die Krise dadurch ausgelöst, dass die "GUS in diesen Jahren ihre Mission nicht finden" konnte. "Die GUS stellt heute einen nichtformalen Präsidentenklub dar, eine Integration auf unterstem Niveau, das heißt die Zusammenarbeit im Bereich von Kommunikationen und Luftfahrt, sowie das Vorhandensein einer Verbrecherdatenbank und die gegenseitige Anerkennung der Diplome", sagte Markow.

    Auf die Reform der GUS-Gremien eingehend, hob er hervor, dass die Reformidee aus der Idee zur Beseitigung von Gremien herrührt, die nicht arbeiten. "Es wird nicht nach neuen Ideen gesucht, sondern die Wohnung wird aufgeräumt", meint der Experte.

    "Natürlich werden sich einige Mechanismen nach der Reform verbessern. Aber es fehlt die Antwort auf die Hauptherausforderung: Es gibt keine große Mission", sagte der Politologe.

    Was den EWR betrifft, so werde er nach Meinung Markows in jener Form, in der er gedacht war, nicht realisiert. "Mir scheint, dass die Schaffung eines Einheitlichen Wirtschaftsraumes aus drei Staaten (Russland, Weißrussland und Kasachstan) oder im Format "3+1" ein Ausweg werden könnte, wo wir und die Ukraine eine freie Wirtschaftszone haben werden", meint Markow.

    "Aus diesen zwei Gipfeln kann man darauf schlussfolgern, dass die GUS nicht stirbt, aber die Krisenerscheinungen und Problemfragen fortbestehen", sagte der Direktor des Instituts für politische Studien.

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