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    Russische Bankiers zeigen Interesse für chinesische Erfahrungen bei Unterstützung der Nationalbanken

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    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). Die Erfahrungen Chinas bei der staatlichen Unterstützung der Nationalbanken lösen bei russischen Bankiers großes Interesse aus, teilte Garegin Tosunjan, Präsident der Assoziation der russischen Banken (ARB), mit.

    „Von großem Interesse sind die Formen der staatlichen Unterstützung des Bankensystems, die Wege und Methoden zum Schutz der Nationalbanken“, sagte Tosunjan heute auf dem dritten russisch-chinesischen Finanz- und Bankforum.

    Ihm zufolge seien die chinesischen Erfahrungen bei der Gestaltung der Beziehungen mit der Welthandelsorganisation (WTO) besonders nützlich, da chinesische Regulatoren im Vorfeld der Aufhebung der Barrieren auf dem Finanzmarkt die günstigsten Bedingungen für ausländische Investoren für ihre Tätigkeit in weniger entwickelten Provinzen mit gleichzeitiger Beschränkung des Aufkaufs von Anteilen bei großen Banken schaffen.

    „Unseres Erachtens ist es durchaus begründet, dass China mit Hilfe von protektionistischen Maßnahmen seine Finanzinstitute verstärken will“, sagte der ARB-Präsident.

    Tosunjan unterstützte die Vorschläge der Forumsteilnehmer, die Beteiligung des chinesischen Bankkapitals am Banksektor Russlands und des russischen Bankkapitals am Banksektor der VRCh zu erweitern.

    „Zweckmäßig ist, die Erweiterung der Möglichkeiten für die Eröffnung von Tochterbanken, Vertretungen und Bankzweigstellen auf dem Territorium der beiden Länder zu besprechen“, sagte er.

    Die stellvertretende Vorsitzende der Volksbank Chinas, Wu Xiaoling, sagte ihrerseits auf der Konferenz, dass die Offenheit nach außen einer der Hauptstimuli des Finanzsystems Chinas sei.

    „Aus der Praxis der Umsetzung der Reformen und der Offenheit begriffen wir, dass heute, unter den Bedingungen der Globalisierung, kein einziger Staat ernsthafte Pläne für eine isolierte wirtschaftliche Entwicklung ins Auge fassen kann“, sagte Xiaoling.

    Auf die wachsende Öffnung des chinesischen Finanzbereiches eingehend, betonte sie, dass es Ende Juni 2005 in China 225 Abteilungen ausländischer Banken (darunter 173 Zweigstellen) sowie 240 Vertretungen ausländischer Banken gab.

    „Entsprechend den eingegangenen Verpflichtungen beim WTO-Beitritt heben wir allmählich die territorialen Beschränkungen oder die Beschränkungen bei der Kundenbasis für Operationen ausländischer Banken mit ausländischer Währung auf“, sagte Xiaoling.

    Ihr zufolge hatten 133 Finanzeinrichtungen mit ausländischem Kapital Ende Juni 2005 die Genehmigung für Operationen mit Yuan.