23:09 21 September 2017
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    Erklärungen der UNO-Mission im Kosovo widersprechen realer Situation in der Provinz

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    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). Die Erklärungen der Leitung der UNO-Mission im Kosovo, laut denen sich die Situation in der Provinz bei der Gewährleistung der Sicherheit der nicht albanischen Bevölkerung verbessert, widersprechen der realen Situation in der Region. Das geht aus einer am Montag in Moskau verbreiteten offiziellen Erklärung des amtlichen Sprechers des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin, im Zusammenhang mit dem jüngsten Beschuss eines serbischen Fahrzeugs im Kosovo hervor.

    "Der erneute Mord an serbischen Zivilisten ruft ernsthafte Besorgnis hervor. Dieses Verbrechen führt ein weiteres Mal vor Augen, dass die Situation um die Gewährleistung der Sicherheit der nicht albanischen Bevölkerung des Kosovo alles andere als günstig ist. Das Geschehene beweist, dass die in letzter Zeit abgegebenen Erklärungen der UNO-Mission im Kosovo und der Provisorischen Organe der örtlichen Selbstverwaltung in der Provinz, wonach eine Wende zum Besseren in diesem Bereich zu verzeichnen sei, der realen Situation nicht entsprechen", heißt es in der Erklärung.

    "Mehr noch. Unter den Bedingungen, da die Ergebnisse der Untersuchung der Umstände einiger früher verübten Terroranschläge auf ethnischer Grundlage bislang immer noch nicht veröffentlicht sind, fühlen sich die albanischen Extremisten im Kosovo völlig ungestraft."

    Nach Ansicht des Ministeriumssprechers handele es sich um einen weiteren Überfall von Extremisten in der Region, obgleich die Untersuchung dieses Verbrechens noch nicht abgeschlossen sei.

    "Kennzeichnend ist, dass dieses blutige Verbrechen in einer für die Kosovo-Regelung verantwortungsvollen Periode begangen wurde, da der Sonderbotschafter des UNO-Generalsekretärs, Kai Eide, einen Bericht über die Erfüllung der internationalen Standards im Kosovo erstellt, dessen Schlussfolgerungen einem Beschluss der internationalen Gemeinschaft über die Zweckmäßigkeit des Übergangs zu Verhandlungen über den Status der Provinz zu Grunde gelegt werden sollen", sagte Kamynin.

    Am vergangenen Samstag war im Kosovo ein Fahrzeug mit vier Serben aus Schnellfeuerwaffen beschossen worden. Zwei Insassen wurden getötet. Die anderen beiden wurden verletzt.