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    Putin ernannte neuen Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Russlands

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    MOSKAU, 5. September (RIA Nowosti). Wladimir Putin hat einen neuen Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Russlands ernannt und die Besatzung des Bathyskaphes AS-28 sowie die Teilnehmer der Operation zu seiner Rettung ausgezeichnet.

    Wie am Sonntag aus dem Kreml-Pressedienst verlautete, enthob der Präsident Russlands mit seinem Erlass den Flottenadmiral Wladimir Kurojedow des Amtes als Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte und entließ ihn aus dem Wehrdienst.

    Putin ernannte mit einem weiteren Erlass Wladimir Massorin, den früheren Hauptstabschef der Seekriegsflotte, zu deren Oberbefehlshaber.

    Auf dem Posten des Hauptstabschefs und des ersten Stellvertreters des Oberbefehlshabers der Seestreitkräfte wurde Massorin vom Admiral Michail Abramow abgelöst, der zuvor Befehlshaber der Nordflotte war.

    Der Präsident entließ außerdem Konteradmiral Alexander Saika aus dem Amt des stellvertretenden Befehlshabers der Truppen und Kräfte im Nordosten.

    Am Sonntag trafen sich das Staatsoberhaupt und Verteidigungsminister Sergej Iwanow mit Kurojedow und Massorin.

    Beim Treffen verwies Putin auf Verdienste des ehemaligen Oberbefehlshabers. "Wir wissen, in welchem Zustand sich die Flotte im Jahr 1997 befand. Das war nicht das beste Erbe", erinnerte er. "Die jüngsten Übungen, darunter jene, die ich beobachtet habe, zeugen davon, dass sich die Flotte entwickelt hat. Das ist zweifellos ein wesentlicher positiver Teil Ihrer Arbeit", sagte Putin.

    Der Präsident bezeichnete die Flotte als eine der Hauptkomponenten der Sicherheit Russlands, darunter auch der atomaren Sicherheit. "Nur mit Hilfe der Flotte können wir die nationale Sicherheit Russlands gewährleisten und einen wesentlichen Teil seiner ökonomischen Aufgaben lösen", unterstrich er.

    Kurojedow, der heute 61 Jahre alt wird, sagte noch vor dem Zwischenfall mit dem Bathyskaph AS-28, er wolle in die Rente gehen. Im Juli sagte Kurojedow die Teilnahme an einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti ab mit der Begründung: "Vorläufig bin ich in Urlaub, und nach dem Tag der Flotte (am 31. Juli)gehe ich in die Rente."

    Der Vorfall mit dem russischen Bathyskaph in der Bucht Berjosowaja im Beringmeer wurde am 4. August bekannt. Das Tauchgerät mit sieben Besatzungsmitgliedern an Bord verfing sich in einer Tiefe von fast 200 Metern in einem Fischernetz, Seilen und Schläuchen. Die Rettungsoperation dauerte drei Tage, bis der unbemannte englische Apparat Super Scorpio alle Fesseln des Bathyskaphs durchtrennte.

    Massorin stellte in einem Gespräch mit Journalisten am 12. August fest, dass Russland nach dem Untergang der "Kursk" moderne Rettungsausrüstungen gekauft hatte. Aber in den russischen Seestreitkräften hat man nicht gelernt sie anzuwenden. "Wir müssen uns ändern, nicht so bleiben, wie wir heute sind. Wir müssen verantwortungsbewusst, ehrlich und professionell werden", sagte er.

    Auf einer Sitzung des Militärrates der Russischen Föderation am 30. August, zu der die Befehlshaber aller Flotten und ihre Stellvertreter eingeladen wurden, trat Massorin mit einem Bericht auf, in dem er die Operation zur Rettung der AS-28 analysierte.

    Am Sonntag teilte der Kreml-Pressedienst außerdem mit, dass der Präsident Erlässe über die Auszeichnung russischer und ausländischer Mariner unterzeichnet hat.

    Mit dem Orden des Mutes wurden die Besatzungsmitglieder des Bathyskaphes AS-28 ausgezeichnet.

    Die Auszeichnungen bekamen auch Ausländer, die sich an der Operation zur Rettung der russischen Matrosen beteiligt haben: fünf Angehörige der Seestreitkräfte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirlands, ein Angehöriger der Seestreitkräfte der Selbstverteidigung Japans und zwei Armeeangehörige der Seestreitkräfte der USA.

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