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    Sergej Iwanow: Russland bietet der Türkei militärtechnische Gemeinschaftsprojekte an

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    ANKARA, 5. September (RIA Nowosti). Russland schlägt der Türkei die Aktivisierung der militärtechnischen Zusammenarbeit und die Realisierung einiger militärischer Gemeinschaftsprojekte vor, erklärte der russische Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, am Montag in einem Interview für die türkische Zeitung Milliyet.

    Der Minister führte aus, dass „die Realisierung von Gemeinschaftsprojekten zur Erhöhung der Kampfkraft der türkischen Streitkräfte führen wird. Dadurch werden die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf das Niveau einer strategischen Partnerschaft gehoben“.

    Der Verteidigungsminister Russlands, so die Zeitung, regte ferner die Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Terrorismus und die Realisierung gemeinsamer Raumfahrtprojekte an.

    Sergej Iwanow erinnerte daran, dass Moskau und Ankara im Jahre 1994 einen bilateralen Vertrag über militärische und militärtechnische Zusammenarbeit unterschrieben haben. Es war der erste Vertrag, den Russland mit einem Mitgliedsstaat der Nato abgeschlossen hat, stellte Iwanow fest.

    „Ich meine, dieses Beispiel belegt das Streben unserer Länder, aktiv die Zusammenarbeit bei Militärtechnologien zu entwickeln“, stellte der russische Minister fest.

    Russland biete der Türkei, erklärte Sergej Iwanow, die Zusammenarbeit bei fünf konkreten militärtechnischen Projekten an: die Produktion von Panzertechnik und Panzerfahrzeugen des Typs Tiger in der Türkei, die Produktion eines Systems panzerbrechender Abwehrwaffen für die Türkei in Russland, die Realisierung gemeinsamer Projekte zur Produktion von Such- und Rettungsschiffen, die Vernetzung des russischen Antiraketensystems Streletz mit dem analogen System, das das türkische Rüstungsunternehmen Aselsan baut, und die Realisierung gemeinsamer Militärprojekte im Weltraum.

    Der Verteidigungsminister Russlands, schreibt Milliyet, kündigte die Absicht seines Landes an, ein Angebot für die erneute Ausschreibung eines Helikopters, die Ankara durchführt, vorzulegen. Angeboten wird der Kampfhubschrauber Ka-52 Erdogan aus russisch-israelischer Produktion, der den Bedürfnissen der türkischen Armee voll und ganz entspricht und kostengünstiger als analoge westliche Hubschrauber ist.

    Sollte sich die Türkei für den russischen Hubschrauber entscheiden, so bekommt Ankara laut Sergej Iwanow die Möglichkeit, eine eigene Hubschrauberproduktion aufzubauen. Ferner könnte dann gemeinsam Militärtechnik hergestellt werden, die in Drittstaaten verkauft werden können.

    „Es steht wohl außer Zweifel, dass die Realisierung derartiger Großprojekte vor allem politisch motiviert ist. Aber die Hauptsache besteht darin, welche Faktoren bestimmend sind“, stellte der russische Verteidigungsminister fest.

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