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    „Iswestija“: Die meisten Bürger Russlands wollen Putin weiter als Präsident

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    MOSKAU, 05. September (RIA Nowosti). Dass Wladimir Putin auch nach 2008 Präsident der Russischen Föderation bleibt, möchten 60 Prozent der Russen. Wie Experten behaupten, sei das von der Forschungsholding „ROMIR monitoring“ erhaltene Ergebnis eine Folge einer außerordentlich tiefen Krise in den Beziehungen zwischen Macht und Gesellschaft. Darüber berichtet die Moskauer Zeitung „Iswestija“.

    Das Volk sei unzufrieden und gebe der Macht die Schuld daran. Doch je schlechter die Einstellung der Russen zu den Machtorganen sei, desto mehr möchten sie glauben, dass darin doch jemand „gut“ und dieser „Gute“ der Präsident sei, sagte Nikolai Popow, wissenschaftlicher Leiter von ROMIR.

    Seiner Meinung nach werde die himmelschreiende Absenz von Politikern auf der politischen Bühne, denen die Menschen ungefähr ebenso vertrauen würden wie dem heutigen Staatsoberhaupt, dazu führen, dass „das Volk alles tun wird, damit Putin an der Macht bleibt, und ein Teil von Putins Team wird diesen Wünschen gern entgegenkommen“.

    Freilich herrsche in der Gesellschaft keine einheitliche Meinung darüber, wie die Wege seien, die es dem Präsidenten ermöglichen könnten, sein Amt auch nach 2008 beizubehalten. Die meisten Befragten (28 Prozent) schlagen vor, in die Verfassung eine Änderung einzutragen, um die Beschränkung auf die zweimalige Amtszeit zu beseitigen. 10 Prozent der von ROMIR Befragten schlagen vor, das Grundgesetz auf eine Weise zu ändern, dass der Ministerpräsident zum Staatsoberhaupt werde, und auf diesen Posten wiederum Putin zu ernennen. Weitere 10 Prozent hoffen auf die Schaffung des Unionsstaates mit Weißrussland, an dessen Spitze der Staatschef von Russland treten könnte. Für 12 Prozent der Befragten kommt es überhaupt nicht darauf an, wie konkret die Beibehaltung von Putins Macht gesichert werde, wichtig sei, dass das überhaupt geschehe.

    Die „Iswestija“ verweist darauf, dass lediglich 19 Prozent der Russen glauben, Putin werde tatsächlich eine Änderung der Verfassung zulassen. Ihrer Ansicht nach werde er eine der beiden anderen Lösungen auswählen: Entweder sichert er ehrliche Wahlen, ohne die Ergebnisse zu beeinflussen, oder er ernennt einen Nachfolger.

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