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    FSB: Aus Kasachstan ausgelieferter Rustam Tschagilow stand mit al-Qaida in Verbindung

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    MOSKAU, 05. September (RIA Nowosti). Der von Kasachstan nach Russland am 1. September ausgelieferte Rustam Tschagilow stand mit al-Qaida in Verbindung, erfuhr RIA Nowosti vom Leiter des Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit des Föderalen Sicherheitsdienstes FSB, Sergej Ignatschenko.

    Der 1978 geborene russische Staatsangehörige Tschagilow war Verbindungsmann der internationalen Terrororganisation al-Qaida im Nordkaukasus. Er unterhielt die Kontakte zu Abu Dzeit und Marwan, die bei einem Sondereinsatz im Jahre 2005 getötet wurden.

    „Gegenwärtig untersucht der FSB, ob Tschagilow an der Vorbereitung oder Durchführung von Terroranschlägen in Russland beteiligt war“, sagte Sergej Ignatschenko.

    Am 1. September war Tschagilow auf dem internationalen Flughafen der kasachischen Hauptstadt Astana den russischen Rechtsschutzorganen übergeben worden.

    Gegen Tschagilow hatte der Inlandsgeheimdienst FSB im Juni 2005 wegen Verbrechen in Tschetschenien ein Strafverfahren eingeleitet und ihn zur Fahndung ausgeschrieben.

    Wie das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des FSB bekannt gab, war der russische Staatsbürger und Einwohner der russischen Teilrepublik Karatschajewo-Tscherkessien mit dem Decknamen Abdul Schachid im Ergebnis einer gemeinsamen Operation der Sicherheitsdienste Russlands und Kasachstans in der kasachischen Stadt Taras, Gebiet Dschambul, verhaftet worden.

    Die Untersuchungsorgane ermittelten, dass Tschagilow der Gruppe des arabischen Söldners Abu Umar, der die so genannte Jamaat Jarmuk leitete, angehörte. Er absolvierte eine Sprengausbildung in Lagern der Banditen in den tschetschenischen Ortschaften Urus-Martan uns Serschen-Jurt.

    „1999 war der Bandit an dem Überfall tschetschenischer Terroristen auf (die an Tschetschenien angrenzende Republik) Dagestan beteiligt. Im Jahre 2001 nahm er außerdem an Gewalttaten gegenüber Milizionären teil“, so das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit.