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    Strafanzeigen gegen 15 aktive Teilnehmer an den Ereignissen in Andischan übergeben

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    TASCHKENT, 5. September (RIA Nowosti). Die Untersuchung bezüglich der fünfzehn besonders aktiven Teilnehmer an den Ereignissen in der usbekischen Stadt Andischan wurde abgeschlossen und dem Gericht übergeben, wurde der RIA Nowosti im usbekischen Parlament mitgeteilt.

    Die Untersuchungsgruppe der Generalstaatsanwaltschaft Usbekistans legte einer unabhängigen Kommission des usbekischen Parlaments Rechenschaft über die Untersuchung der Ereignisse am 13. Mai ab.

    „Zurzeit ist die Untersuchung bezüglich der anderen 106 Angeklagten, die sich an Terrorakten unmittelbar beteiligt haben, im Endstadium“, präzisierte der Gesprächspartner der Agentur.

    „Die Untersuchungsrichter stellten fest, dass die Terrorakte in Andischan eine detailliert geplante und von äußeren destruktiven Kräften organisierte Aktion gegen die unabhängige Politik Usbekistans und dessen nationale Interessen geworden sind, die auf die Änderung der bestehenden Verfassungsordnung und den Aufbau eines islamischen Staates gerichtet war“, betonte er.

    Nach Angaben der Untersuchungsrichter „planten die destruktiven Kräfte mit Hilfe der internationalen terroristischen und religiös-extremistischen Organisationen ‚Islamische Bewegung Turkestans’ mit Stützpunkten in Afghanistan und Pakistan, ‚Hizb-ut-Tahrir’ mit dem Hauptquartier in London und eine ihrer Abteilungen ‚Akramya’ im August 2004 die Terrorakte im Mai 2005 in Usbekistan zur Machtergreifung und den Sturz der Verfassungsordnung“.

    „Als Brückenkopf für die Vorbereitung auf Terrorakte wählten die ‚Szenaristen’ das Territorium von südlichen Gebieten Kirgisiens, wo 70 religiöse Extremisten im Zeitraum vom Januar bis zum April dieses Jahres von ausländischen Instrukteuren für Diversion und Terror unterwiesen wurden“, wurde im Parlament präzisiert.

    Der Untersuchung zufolge nahmen mehr als 60 ausgebildete und bewaffnete kirgisische Terroristen zwei Grenzsoldaten als Geiseln, drangen in das usbekische Territorium ein und nahmen an Terrorakten aktiv teil.

    Nach Angaben der Parlamentskommission kamen 187 Personen im Ergebnis der Terrorakte ums Leben, darunter 60 friedliche Bürger, zwei minderjährige Kinder, eine Frau sowie 31 Mitarbeiter der Rechtsschutzorgane und Armeeangehörige. Verletzt wurden 287 Personen.

    Im Zuge der Antiterrormaßnahmen wurden 94 Terroristen getötet, 76 Terroristen verletzt, teilte man im usbekischen Parlament mit. Von 527 aus dem Gefängnis ungesetzlich entlassenen Häftlingen wurden 496 wieder in Haft genommen.

    Nach Angaben der Untersuchungsrichter nahmen Verbrecher 70 Personen als Geiseln, von denen 15 grausam getötet wurden.

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