20:50 13 Dezember 2018
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    UPDATE - Russische Generalstaatsanwaltschaft wird alle Informationen zu dem wegen des Terroraktes in Beslan eingeleiteten Strafverfahren überprüfen

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    WLADIKAWKAS, 5. September (RIA Nowosti). Die Untersuchungsbeamten der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation, die in Nordossetien eingetroffen sind, werden sich bemühen, in einer optimalen Frist sämtliche Informationen zu dem wegen des Terroraktes in Beslan eingeleiteten Strafverfahren zu überprüfen, teilte Wladimr Kolesnikow, stellvertretender Generalstaatsanwalt, auf einer Pressekonferenz in Wladikawkas, der Hauptstadt der Republik, mit.

    "Dafür können ein bis drei Monate notwendig sein", sagte er.

    Wie Kolesnikow unterstrich, bedeute die Ankunft der Untersuchungsbeamten der Generalstaatsanwaltschaft keineswegs Misstrauen gegenüber ihren Kollegen - der Untersuchungsgruppe der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung des Terroraktes in Beslan, die von Konstantin Kriworotow geleitet wird.

    Im Ergebnis der Besetzung der Schule Nr. 1 in Beslan am 1. September vorigen Jahres sind 331 Menschen, darunter 186 Kinder, ums Leben gekommen.

    Wladimir Putin traf sich am vergangenen Freitag mit Einwohnern von Beslan, die durch den Terrorakt in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

    In einer Beratung mit den Mitgliedern des Sicherheitsrates Russlands am Folgetag teilte der Präsident der Russischen Föderation mit, dass er den Generalstaatsanwalt beauftragt habe, Vertreter des Zentralapparats der Generalstaatsanwaltschaft nach Beslan zu entsenden.

    "Sie haben eine allseitige zusätzliche Überprüfung der gesamten zu diesem Fall vorliegenden Informationen durchzuführen", sagte Putin.

    Auf der Pressekonferenz in Wladikawkas sagte Kolesnikow, dass ihm Treffen mit einer Reihe von Leitern und Betroffenen bevorstünden. Er erläuterte, dass sie alle im Rahmen der Prozessordnung ausgestaltet werden sollen. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt fügte hinzu, dass auch noch das Videomaterial studiert und alle Beanstandungen angehört werden.

    Laut ihm sollen danach entsprechende Schlussfolgerungen gezogen werden. "Selbst, wenn sie auch für jemanden unangenehm sein sollten, werden sie in Übereinstimmung mit dem Strafgesetzbuch realisiert."

    Kolesnikow teilte ferner mit, dass alle Treffen auf Video- und Tonträger aufgenommen werden sollen.

    Er präzisierte, dass alles einer Überprüfung unterzogen werde - der Einsatz von Panzern und Flammenwerfern wie auch die Verantwortung der Mitarbeiter des operativen Stabes. "Damit jeder versteht, was er sagt", erklärte der stellvertretende Generalstaatsanwalt.

    Er verwies auch darauf, dass er nach wie vor mit den beiden Parlamentskommissionen - der föderalen und der örtlichen - arbeiten werde, und hob sein Interesse für die Ergebnisse der Arbeit der Parlamentskommission der Republik hervor, der Stanislaw Kessajew, Vorsitzender des Parlaments Nordossetiens, vorsteht.

    Er berichtete, dass er Treffen mit einer Reihe von Vertretern der Führung, unter ihnen auch mit dem Chef Nordossetiens, haben werde.

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