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    Bakijew: Zukunft des amerikanischen Militärstützpunktes in Kirgisien hängt von der Situation in Afghanistan ab

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    MOSKAU, 5. September (RIA Nowosti). Die Frage des Bestehens des amerikanischen Stützpunktes in Kirgisien werde von der Normalisierung der Situation in Afghanistan abhängen. Das erklärte Kurmanbek Bakijew, Präsident Kirgisiens, am Montag auf einer Pressekonferenz.

    Er erinnerte daran, dass die Frage der Abzugsfristen der amerikanischen Militärstützpunkte aus Kirgisien und Usbekistan auf dem letzten SOZ-Summit in Astana aufgeworfen worden war.

    "2001 haben Kirgisien und Usbekistan Flughäfen für die Unterbringung von Truppeneinheiten der USA zur Verfügung gestellt. Russland und Kasachstan genehmigten Flüge zur Abwehr des internationalen Terrorismus in ihrem Luftraum. All das hing mit der komplizierten Situation in Afghanistan zusammen", sagte Kirgisiens Präsident.

    "Bekanntlich wendet sich die Situation zum Besseren. Sobald sie sich normalisiert hat, wird die Frage der Abzugsfristen der Militärstützpunkte aufgeworfen", so Bakijew.

    Er teilte darüber hinaus mit, dass beim heutigen Treffen mit dem Präsidenten Russlands die Frage der Stützpunkte nicht berührt worden wäre.

    Der kirgisische Präsident erklärte ferner, dass von der Eröffnung eines chinesischen Militärstützpunktes in Kirgisien keine Rede sei.

    "Ich weiß nicht, wahrscheinlich führt jemand hinter meinem Rücken solche Verhandlungen. Mit mir hat aber niemand von der chinesischen Seite und auf keiner Ebene versucht, über die Schaffung eines solchen Militärstützpunktes zu sprechen", sagte Bakijew.

    Zugleich kann Bakijew die Möglichkeit nicht ausschließen, dass in Kirgisien ein regionales Antiterrorzentrum eröffnet wird.

    "In den zentralasiatischen dichtbevölkerten Staaten mit einer schwachen Wirtschaft, wo das Lebensniveau der Bevölkerung niedrig ist, gibt es Raum für die Tätigkeit von Strukturen, die auf die Destabilisierung der Situation und religiösen Exstremismus gerichtet ist. In solchen Regionen besteht eine solche Gefahr", gab Bakijew zu.

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