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    Irans Vizepräsident: Keine Gründe für die Übergabe des Nukleardossiers Irans an den UN-Sicherheitsrat

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    MOSKAU, 12. September (RIA Nowosti). Es gibt keinerlei technische und juristische Gründe für die Übergabe des Nukleardossiers Irans an den UNO-Sicherheitsrat. Das betonte der Vizepräsident Irans und Chef der iranischen Organisation für Atomenergie, Gholamreza Aqazadeh, auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    "Wenn sich trotzdem Länder finden, die diese Frage politisieren, werden wir entsprechend reagieren", sagte der Vizepräsident Irans. Er wollte nicht näher darauf eingehen, worin sich diese Reaktion äußern würde. Aqazadeh bemerkte, dass viele Länder in der Welt gegen diesen Schritt auftreten. "Wenn das Nukleardossier Irans trotzdem übergeben wird, so wird unsere Reaktion hart und klar sein", sagte er.

    Ihm zufolge hat sich zwischen Iran und der IAEA ein positives Zusammenwirken herausgebildet. "Dafür sprechen Berichte des Chefs dieser Organisation. Wir suchen nicht nach irgendwelchen Dividenden. Unser Ziel ist es, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Transparenz zu schaffen, um (die Weltgemeinschaft) davon zu überzeugen, dass bei uns friedliche Forschungen betrieben werden", sagte der Vizepräsident Irans.

    Er erinnerte daran, dass auf Beschluss der Medschlis (islamische Versammlung Irans) innerhalb von 25 Jahren 20 Atomkraftwerke gebaut werden sollen. "Jetzt werden Dokumente für die bevorstehenden Bauarbeiten vorbereitet, an der Ausschreibung zu ihrer Verwirklichung können sich alle Länder beteiligen", sagte Gholamreza Aqazadeh.

    Der Vizepräsident betonte, dass dies kein taktischer Zug, sondern eine zielgerichtete Politik der Regierung Irans sei. "Der Ölpreis nimmt ständig zu, diese Tendenz wird fortgesetzt, daher ist unser Staat gewillt, die Umsetzung der Projekte für den Bau von Atomkraftwerken fortzusetzen", sagte der iranische Vizepräsident.

    Die Verhandlungen mit dem Außenminister Russlands, dem Sekretär des Sicherheitsrates Russlands und dem Chef der Föderalen Agentur für Atomenergie in Moskau wurden vom iranischen Politiker als "konstruktiv und nützlich" bewertet.

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