18:27 19 Juni 2018
SNA Radio
    Politik

    Das russische Außenamt distanziert sich von der Ausweisung des kanadischen Anwalts Chodorkowskis - Erweiterte Fassung

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    MOSKAU, 23. September (RIA Nowosti). Das russische Außenministerium hat mit der Ausweisung des kanadischen Staatsbürgers Robert Amsterdam, Anwalt des früheren Chefs der Ölgesellschaft Yukos Michail Chodorkowski, nichts zu tun. Das teilte Michail Trojanski, stellvertretender Direktor des Departements Information des russischen Außenministeriums, mit.

     Wie die Anwältin Karina Moskalenko, die Interessen sowohl von Chodorkowski als auch von Amsterdam vertritt, gegenüber RIA Nowosti mitteilte, seien am Donnerstag mehrere Personen in Zivil in Amsterdams Moskauer Hotelzimmer erschienen und hätten die Papiere des Anwalts an sich genommen. Danach sei der Reisepass mit dem Vermerk darin zurückgegeben worden, dass Amsterdam Russland im Laufe des Freitags zu verlassen habe.

    "Dabei war das Visum bis Juli 2006 erteilt worden", fügte Moskalenko hinzu.

    Die Unbekannten hätten sich auch geweigert, der Anwältin Auskunft darüber zu geben, zu welchen Rechtsschutzorganen sie gehörten.

    "Im Hotel wurde mitgeteilt, diese Personen hätten sich am Eingang als Polizisten ausgewiesen", so die Anwältin.

    Wie Moskalenko gegenüber RIA Nowosti betonte, werde sie einen Protest gegen diese Handlungen einreichen. "Vorerst habe ich aber ihre Namen nicht", räumte sie ein.

    Laut der Anwältin hält sich Amsterdam auf Einladung einer Consultingfirma in Russland auf. "Diese Firma hat angeblich die Pass- und Visastelle informiert, dass sie nicht wisse, wo sich Amsterdam aufhalte", sagte Moskalenko.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren