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    Politologe: Rüstungswirtschaft der Ukraine kann ohne Russland nicht überleben

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    MOSKAU, 13. Oktober (RIA Nowosti). Ein eventueller Übergang der ukrainischen Rüstungswirtschaft zu Nato-Standards bedeutet deren Ruin, erklärte der Vorsitzende des Rates für nationale Strategie, der Politologe Stanislaw Belkowski, auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti.

    Er sagte, für die Ukraine hänge sehr viel von der Zusammenarbeit mit Russland ab. „Die Wirtschaften beider Länder gehören in vielem auch weiterhin einem einheitlichen Industrieraum an, der zu sowjetischen Zeiten geschaffen wurde.“ Ohne die Kooperation mit Russland sei die ukrainische Rüstungswirtschaft nicht lebensfähig. Das Gerede, sie würde sich auf Nato-Standards umorientieren, sei ein offenkundiger Bluff, äußerte Belkowski.

    „Das liegt nicht nur daran, dass dafür Investitionen in Höhe von Dutzenden Milliarden US-Dollar benötigt werden. Die Nato ist einfach nicht am Überleben der ukrainischen Rüstungswirtschaft interessiert“. Der Übergang zu Nato-Standards bedeute, dass die Rüstungsbetriebe einfach schließen werden. Die Nato verfüge über eine entwickelte Rüstungswirtschaft und brauche die ukrainische nicht.

    Der Experte bezieht diese Wertung auch auf das Energiewesen. Gegenwärtig sei es in der Ukraine in Mode, von der Notwendigkeit eines Übergangs zu europäischen Preisen für Gas zu reden, um unabhängig zu bleiben. „Ein jäher Übergang endet mit einem Zusammenbruch der Metallurgie und der chemischen Industrie“. Die Folgen eines solchen Zusammenbruchs wären Belkowski zufolge für die ganze Ukraine katastrophal.

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