19:30 23 August 2017
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    Studie: Vorurteile stören die Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz

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    GENF, 13. Oktober (RIA Nowosti). Die Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz beruhen nach wie vor auf Vorurteilen, die einer Entwicklung im Wege stehen.

    Diese Meinung haben die Verfasser einer Studie des schweizerischen Erasmus-Instituts geäußert. Die Studie wurde am Donnerstag in Genf vorgestellt.

    Das negative Bild Russlands, von der Presse immer wieder gezeichnet, bedroht ebenfalls die Entwicklung der russisch-schweizerischen wirtschaftlichen Kooperation, betonen die Verfasser der Studie.

    Sie haben rund 60 Experten, Politiker und Geschäftsleute in Russland und der Schweiz befragt und kamen dabei zu dem Schluss, dass die Einwohner der Schweiz in ihrer Mehrheit Russland im schwarzen Licht sehen, die Einwohner Russlands aber hingegen das kleine Alpenland übermäßig idealisieren.

    Guy Mettan, Chef der Abteilung der Schweizerisch-Russischen Handelskammer im französischsprachigen Teil der Schweiz, sagte auf einer Pressekonferenz:

    "In der Schweiz denkt man, alle Russen seien entweder verbogene Kommunisten oder Mafiosi. Je mehr aber die Einwohner der Schweiz über Russland erfahren, desto öfter gehen sie mit Russen um, desto höher beginnen sie diese einzuschätzen."

    Die schweizerischen Geschäftsleute, die bereits über Erfahrungen in der Arbeit mit russischen Kollegen verfügen, schätzen Russland positiver ein.

    Alle befragten Experten stimmten auch darin überein, dass Russland, trotz der relativen Instabilität der politischen und sozialen Entwicklung des Landes über ein großes Potential verfügt.

    Die Studie des Erasmus-Instituts wurde im Vorfeld des offiziellen Moskau-Besuchs der schweizerischen Wirtschaftsministers Joseph Deiss und einer Gruppe schweizerischer Geschäftsleute vorbereitet, der für den 20. und 21. Oktober einberaumt ist.

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