18:51 25 Februar 2018
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    Baltische Staaten wollen Resolution gegen die Ostsee-Pipeline verabschieden

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    TALLINN, 22. November (RIA Nowosti). Die Baltische Versammlung will auf ihrer 24. Tagung am 25./.26. November in Tallinn eine Resolution gegen den Bau der russisch-deutschen Ostsee-Pipeline verabschieden.

    Auf der Tagung soll unter anderem der estnische Präsident Arnold Ruutel eine Rede halten. Die Teilnehmer werden auch die Umweltfolgen des Baus der Pipeline sowie die Aussichten der weiteren parlamentarischen Zusammenarbeit im Baltikum erörtern.

    Die Baltische Versammlung war 1991 als Kooperationsgremium der Parlamente von Estland, Lettland und Litauen gegründet worden.

    Die Ostsee-Pipeline, durch die russisches Erdgas direkt nach Deutschland befördert werden soll, soll bis 2010 auf dem Grund der Ostsee verlegt werden. Am Projekt sind der russische Gaskonzern Gasprom sowie die deutschen Unternehmen BASF und E.ON beteiligt, die am 8. September 2005 im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet hatten.

    Das Projekt stieß in den baltischen Ländern und in Polen auf scharfe Kritik. Diese Staaten sahen ihre Interessen gefährdet, da die neue Rohrleitung mit den bisherigen Pipelines konkurrieren wird, für die sie Transitgebühren kassieren.

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