05:02 20 Februar 2018
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    Neuer Chef der russischen Atombehörde soll Branche umkrempeln

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    MAGADAN, 22. November (RIA Nowosti). Der Leiter der russischen Atombehörde, Sergej Kirijenko, wird beauftragt, organisatorische Änderungen in der gesamten Atomenergiebranche Russlands vorzunehmen. Das sagte Wladimir Putin am Dienstag vor Journalisten in Magadan.

    Sergej Kirijenko sei nicht in die Regierung aufgenommen worden, um nur die Leitung der Agentur (Föderale Agentur für Atomenergie - Rosatom) zu übernehmen. Das genüge nicht. Russland müsse seine führende Position in der Atomenergetik beibehalten, zu diesem Zweck seien Änderungen in der Branche nötig, sagte Putin. "Russland hat offensichtliche Vorteile, die in den zurückliegenden Jahrzehnten gesammelt wurden, und wir dürfen sie nicht verlieren", so der Präsident.

    Laut Putin steht die Branche an der Schwelle zu einer organisatorischen Beschlussfassung.

    Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass "Kirijenko der Mann ist, der diese Aufgabe bewältigen kann".

    Wie der neuernannte Rosatom-Chef am vergangenen Donnerstag vor der Presse sagte, steht die Atomenergiebranche Russlands vor den vorrangigen Aufgaben zur Festigung der Verteidigungsfähigkeit und zur Entwicklung der Energiesicherheit des Landes.

    Zu möglichen Änderungen in der Behörde sagte Kirijenko: "Das Maß an Bedeutung und an Verantwortlichkeit der Agentur vom Standpunkt der Verteidigungsfähigkeit und vom Standpunkt der Energiesicherheit ist so groß, dass es gilt, sorgfältig abzuwägen, ehe etwas unternommen wird." "Hier darf nichts überstürzt werden", sagte Kirijenko. Russland brauche ein Wachstum der Energiekapazitäten, das die Wirtschaftsentwicklung insgesamt überholt. Er werde sein Möglichstes tun, damit die Atomenergetik in diesem Prozess die führende Stellung einnimmt, versicherte Kirijenko.

    Der Rosatom-Chef bemerkte, er habe keine Fachausbildung im Bereich Atomenergie, aber "in dieser Branche dürfen keine individuellen Entscheidungen getroffen werden."