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    RIA Nowosti-Kurznachrichten WIRTSCHAFT - 22. November

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    Russland will Goldgewinnung in zehn Jahren verdoppeln

    MAGADAN (RIA Nowosti). Russland plant, die Goldgewinnung zum Jahr 2015 um 50 bis 60 Prozent auf etwa 250 Tonnen zu steigern. Das teilte Juri Trutnew, Minister für Naturressourcen, am Dienstag in Magadan mit. In diesem Jahr dürfte die Goldgewinnung in Russland bei 168 Tonnen liegen. "Im vergangenen Jahr waren in die Goldförderung 460 Millionen Rubel (13,6 Millionen Euro) und in diesem Jahr bereits 1,5 Milliarden Rubel angelegt worden. Die Investitionen dürften auf 2,1 Milliarden Rubel im Jahr 2006 und auf 32 Milliarden Rubel zum Jahr 2010 steigen", sagte der Minister in einer Beratung zu Problemen der goldfördernden Branche Russlands.

    Präsident Wladimir Putin rief in der Beratung auf, das Potenzial der Goldgewinnung des Landes umfassender zu nutzen. "Den Goldvorräten nach liegt Russland etwa auf Platz zwei oder drei weltweit, während das Land nur der fünftgrößte Goldförderer ist", bemängelte der Staatschef.

    2005 sollen 201 Kilometer föderale Verkehrsstraßen in Betrieb genommen werden

    MOSKAU (RIA Nowosti). In diesem Jahr sollen in Russland 201 Kilometer föderale Verkehrsstraßen in Betrieb genommen werden. Das sagte der Leiter der Föderalen Straßen-Agentur Russlands, Oleg Belosjorow, am Dienstag in Moskau. 3407 Kilometer Straßen sollen nach seinen Worten ausgebessert bzw. generalüberholt werden. 2006 dürfte die Zahl auf 4200 Kilometer steigen. Belosjorow teilte ferner mit, dass der Anteil der föderalen Verkehrsstraßen von derzeit 39 Prozent auf 43 Prozent zum Jahr 2010 zunehmen soll. Die bewilligten Mittel reichen nach seinen Worten nicht aus, um Verkehrsstaus auf föderalen Straßen zu verhindern.

    Anteil von Atomstrom im europäischen Teil Russlands soll auf 50 Prozent steigen

    MOSKAU (RIA Nowosti). Der Anteil von Atomstrom im europäischen Teil Russlands soll zukünftig von derzeit 30 Prozent auf 40 bis 50 Prozent zunehmen. Das sagte Alexander Schmygin, Sprecher der Föderalen Atomenergie-Agentur Russlands (Rosatom), am Dienstag in Moskau. Gegenwärtig entwickele Russland einen neuartigen Druckwasserreaktor vom Typ WWER-1500. Die erste Reaktoranlage dieses Typs soll 2012/2013 im Atomkraftwerk Leningrad (bei St. Petersburg) ans Netz gehen.

    Russische Armee kauft mehr Panzer

    NISCHNI TAGIL (RIA Nowosti). Der staatliche Rüstungsauftrag für den Betrieb Uralwagonsawod soll im kommenden Jahr um 775 Millionen Rubel (knapp 23 Millionen Euro) zunehmen. Das sagte der russische Vizeregierungschef und Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Dienstag in Nischni Tagil (Uralgebiet). Uralwagonsawod ist gegenwärtig der einzige Betrieb in Russland, in dem Panzer gebaut werden, und zugleich eines der größten Unternehmen dieser Art weltweit.

    2005 habe sich der Auftrag für den Bau von Panzern für die russische Armee wertmäßig auf eine Milliarde Rubel belaufen, so Iwanow. Der Minister wandte sich kategorisch gegen die Privatisierung von Uralwagonsawod. Er zweifele daran, dass es solche Pläne gebe, sagte Iwanow. Einigen Medienberichten zufolge solle der Betrieb privatisiert werden.

    Mobilfunkbetreiber BeeLine nimmt Kredit über 250 Millionen Dollar auf

    MOSKAU (RIA Nowosti). Der russische Mobilfunkprovider VimpelCom, der unter der Handelsmarke BeeLine bekannt ist, und ein Konsortium ausländischer Banken haben ein Kreditabkommen über 250 Millionen US-Dollar (knapp 212 Millionen Euro) unterzeichnet. Die Anleihe wurde unter anderem von Sitibank und Sumitomo Mitsui Banking Corporation Europa Limited (SMBCE) organisiert. Der ungedeckte Kredit soll in zwei Tranchen für drei Jahre gewährt werden. Die Mittel sind für den Ausbau von Mobilfunknetzen wie auch für die Tilgung eines Teils der Schulden des Unternehmens bestimmt. VimpelCom ist mit 35 Millionen Kunden in 77 Regionen Russlands und Kasachstans eines der größten Telekomunternehmen in Russland und anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

    Russland plant Einführung sozialer Norm für Stromverbrauch

    MOSKAU (RIA Nowosti). Russland plant, 2006 einen Mechanismus sozialer Normen für den Stromverbrauch auszuarbeiten. Die sozialen Stromtarife sollen dabei unter den geltenden Tarifen liegen, wurde am Dienstag in Moskau mitgeteilt. Diese Norm gilt für finanzschwache Bevölkerungsschichten. Nach Angaben eines Vertreters des nationalen Stromversorgers EES Rossii handelt es sich dabei um etwa 200 Kilowattstunden im Monat. Die Tarife für den verbrauchten Strom, der diese Grenze nicht übersteigt, werden ermäßigt sein. Für den Stromverbrauch über diese Grenze hinaus wird nach herkömmlichen Tarifen verrechnet.

    Nach einer Prognose von EES-Experten dürften die Stromtarife 2006 um 18 bis 19 Prozent für die Bevölkerung und um 4 bis 5 Prozent für Betriebe anziehen. Zuvor hatte die Regierung angeordnet, dass die Stromtarife im kommenden Jahr in Russland um 15 bis maximal 25 Prozent steigen dürfen.

    Ukraine noch nicht zu europäischen Gaspreisen bereit

    MOSKAU (RIA Nowosti). Die ukrainische Wirtschaft ist noch nicht zur Umstellung auf europäische Gaspreise bereit. Das erklärte Juri Boiko, Chef der Republikanischen Partei der Ukraine und ehemaliger Leiter der staatlichen Aktiengesellschaft Naftogas Ukrainy, am Dienstag. "Exportorientierte Branchen wie Metallurgie und Chemie sind nicht in der Lage, Gaspreise von über 120 Dollar pro 1000 Kubikmeter zu verkraften", sagte er.

    Nach Ansicht des Vorsitzenden des Ausschusses für die Angelegenheiten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im russischen Parlament, Andrej Kokoschin, wäre Russland zu variablen Gaspreisen bereit, falls die Ukraine zu einem aktiven Teilnehmer des Einheitlichen Wirtschaftsraumes und der GUS-Zollunion wird (der Wirtschaftsraum soll von Russland, Weißrussland, Kasachstan und der Ukraine gebildet werden). "Wenn die Ukraine politisch und ökonomisch in die euroatlantische Richtung geht, wären Subventionen für die ukrainische Wirtschaft durch niedrigere Preise für russisches Gas absolut nicht logisch", sagte der russische Parlamentarier.

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