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    Russland und Armenien: Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

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    MOSKAU, 02. Dezember (RIA Nowosti). Die Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und Armenien stehen im Mittelpunkt der Gespräche, die der russische Premierminister, Michail Fradkow, am 2.-3. Dezember im Rahmen seines Jerewan-Besuches führt.

    Das teilte ein Regierungssprecher der RIA Nowosti mit.

    Er hob hervor, dass Armenien ein strategischer Partner und Verbündeter Russlands in Transkaukasien sei und es in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern keine größeren Probleme gebe.

    Fradkow trifft sich mit seinem armenischen Amtskollegen, Andranik Markarian, und dem Präsidenten der Republik, Robert Kotscharian. Unter anderem wird das Transportproblem behandelt.

    Da der Eisenbahnabschnitt durch Abchasien nicht funktioniert, organisierte Russland auf Ersuchen Armeniens einen Fährverkehr vom Hafen "Kawkas". Die Fährlinie ist jedoch nicht voll ausgelastet. Die armenische Seite soll ihre Vorschläge zur Auslastung vorlegen.

    Außerdem wird erwartet, dass bei den Gesprächen das Thema des Anschlusses Armeniens an das Abkommen über den Nord-Süd-Transportkorridor berührt wird. Russland unterstützt die Bitte Armeniens um den Anschluss an dieses Abkommen. Im Grunde ist diese Frage schon gelöst, sagte der Regierungssprecher.

    Bei den Gesprächen wird auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Brennstoff- und Energiekomplex behandelt. Es wird auch um den Fertigbau des fünften Blocks des Heizkraftwerkes Rasdan gehen, der Armenien gehört. Vier Blöcke dieses Heizkraftwerkes wurden Russland zur Tilgung der armenischen Schulden übergeben. Da das Heizkraftwerk als einheitlicher Komplex funktionieren muss, übergab die russische Seite Armenien ihre diesbezüglichen Vorschläge.

    Außerdem steht der Bau einer Gasleitung aus Iran nach Armenien auf dem Themenplan.

    Laut dem Regierungssprecher ist der Warenumsatz zwischen Russland und Armenien stabil und weist eine deutlich steigende Tendenz auf.

    Russland belegt nach dem Umfang der Investitionen in die armenische Wirtschaft einen der führenden Plätze. Die Hauptbereiche sind Metallurgie, Bauwesen, Energiewirtschaft und Informationstechnologien. Der Umfang der russischen Investitionen in Armenien macht heute etwa 250 Millionen US-Dollar aus.

    In Armenien bestehen etwa 600 Joint Ventures unter Beteiligung russischen Kapitals.

    Unter Berücksichtigung des großen Umfangs der wirtschaftlichen und Investitionszusammenarbeit plant Russland, bis zum Jahresende in Armenien eine Handelsvertretung zu eröffnen.

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