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    Russland gegen Waffen im All (Zusammenfassung)

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    MOSKAU, 02. Dezember (RIA Nowosti). Für Russland ist die Stationierung von Waffen im Weltraum absolut unannehmbar, sagte Nikolai Solowzow, Befehlshaber der Strategischen Raketentruppen Russlands, am Freitag anlässlich einer Pressekonferenz in Moskau.

    Er räumte ein, dass sich die Liste der Kernwaffenstaaten demnächst erweitern kann. "Heute versuchen viele Staaten, Atomwaffen in ihren Besitz zu bringen. Die Erweiterung dieser Liste ist also eine Frage der Zeit."

    Die Strategischen Raketentruppen werden auch weiterhin der Modernisierung der im Dienst stehenden Raketen eine erhöhte Aufmerksamkeit widmen, versicherte der General. Die Modernisierung empfehle sich auch aus politischer Sicht - entsprechend den internationalen Vereinbarungen müsse Russland 1700 bis 2200 Raketenanlagen außer Dienst stellen, sagte Solowzow.

    Ihm zufolge sollen alle Raketentypen mit Ausnahme der silogestützten und mobilen Topol-M-Raketen (SS-25, im Dienst seit 1. Dezember 1998, kann beliebige Raketenabwehrsysteme durchbrechen) schrittweise außer Dienst gestellt werden. Demnächst werde eine weitere Einheit der Raketentruppen mit Topol-M-Raketen ausgerüstet werden.

    Laut dem Generalkonstrukteur des Moskauer Instituts für Wärmetechnik, Juri Solomonow, kann innerhalb der nächsten zehn Jahre in der Welt keine Raketenabwehr gebaut werden, die für russische Topol-M-Raketen unüberwindbar wäre. "Zumindest in den nächsten zehn Jahren können wir ruhig schlafen", versicherte er. Dabei beschwerte sich Solomonow über eine mangelnde staatliche Finanzierung der Raketentruppen. Die Preise im staatlichen Rüstungsauftrag seien nicht angemessen. So werde die im Bau befindliche französische Rakete M-51 voraussichtlich 100 Millionen Euro kosten und somit zehnfach so teuer sein, wie die analoge russische Bulawa-30-Rakete. Beide Raketen werden voraussichtlich 2007 bzw. 2008 fertiggestellt, sagte Solomonow.

    Für Dezember dieses Jahres sei ein neuer Teststart der seegestützten ballistischen Interkontinentalrakete Bulawa-M geplant, teilte er mit. "Nach dem zweiten Start im Dezember werden wir 2006 zur entscheidenden Testphase übergehen." Der erste Teststart der Rakete fand im September statt und wurde als erfolgreich eingeschätzt.

    Neue Raketenkomplexe würden in Zukunft unter Berücksichtigung der potentiellen Gefahren seitens der Terroristen entwickelt, sagte Solomonow.

    Russlands Strategische Raketentruppen bestehen als selbständige Waffengattung seit dem 17. Dezember 1959. 1995 wurde der 17. Dezember zum Berufsfeiertag der Raketentruppen erklärt.

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