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    Ukraine schaltet bei Gaspreisen auf stur

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    MOSKAU, 02. Dezember (RIA Nowosti). Als faktische Erpressung hat der Duma-Abgeordnete Andrej Kokoschin die Position der Ukraine zur Unterzeichnung des Vertrages über die russischen Gaslieferungen bezeichnet. Der Vorsitzende des Ausschusses für Angelegenheiten der GUS und Verbindungen mit den Landsleuten im Ausland sagte nach einem Treffen mit Gasprom-Chef Alexej Miller am Freitag gegenüber RIA Nowosti: "Sowohl die russischen Politiker als auch viele Politiker und Unternehmer in Westeuropa, mit denen sich Staatsduma-Abgeordnete über Probleme der internationalen Energiesicherheit aktiv unterhalten, sind über das Problem der Vertragsfähigkeit der ukrainischen Seite in dieser Frage immer stärker besorgt."

    "Die Position von Gasprom hinsichtlich der Preise für Erdgas, das in die Ukraine geliefert wird, und die Zahlungsbedingungen für seinen Transittransport über die Ukraine in die Länder der Europäischen Union sind durchaus begründet, durch international anerkannte Verrechnungen untermauert und werden den Anforderungen der modernen Marktwirtschaft gerecht", betonte Kokoschin.

    Auf sein Treffen mit Miller eingehend, sagte der Parlamentarier, die ausführliche Erörterung der Situation, die sich auf dem Weltmarkt für Energieträger und insbesondere auf dem europäischen Erdgasmarkt herausbilde, habe erneut klar gezeigt, dass die ukrainische Seite unverzüglich entsprechende Abkommen mit Gasprom zu neuen Bedingungen unterzeichnen müsse.

    Russland und die Ukraine haben bis jetzt das Protokoll für 2006 zu dem Regierungsabkommen, in dem jedes Jahr der Preis für die Gaslieferungen in die Ukraine und der Tarifsatz für den Transittransport des Gases in europäische Länder festgesetzt wird, nicht unterzeichnet.

    Wie Gasprom bereits früher erklärte, "wird die reibungslose Versorgung der europäischen Verbraucher mit russischem Gas im Jahr 2006 durch die Hinauszögerung der Unterzeichnung des Protokolls und der Verträge durch die ukrainische Seite gefährdet".

    Laut der Führung von Gasprom haben die jüngsten Treffen und Verhandlungen mit der Ukraine auf unterschiedlicher Ebene zu Fragen der Zusammenarbeit in der Gasbranche ein destruktives Herangehen der ukrainischen Seite an die Regelung der Fragen demonstriert, die die Bedingungen der Lieferung beziehungsweise des Transportes von russischem Erdgas über ukrainisches Territorium betreffen.

    "Unter Missachtung der früher auf höchster Ebene getroffenen Vereinbarungen über den Übergang zu Geldzahlungen für den Transittransport und die Lieferung von Erdgas zu Preisen und Tarifen, die den europäischen entsprechen, was den internationalen Prinzipien der unternehmerischen Tätigkeit im Gasbereich voll entspricht, besteht die ukrainische Seite weiterhin darauf, die Vorzugsbedingungen für die Lieferung von russischem Erdgas im Jahr 2006 beizubehalten. Die ukrainische Seite sabotiert faktisch die Unterzeichnung der Dokumente, von denen die sichere Versorgung der europäischen Verbraucher mit russischem Erdas abhängt", heißt es in einer Pressemitteilung der Gasholding.

    Der Preis für russisches Erdgas für die Ukraine war in den vergangenen fünf Jahren mit 50 US-Dollar je 1000 Kubikmeter bei einem Basispreis von 80 US-Dollar unverändert geblieben. Inzwischen haben sich die Gaspreise auf dem europäischen Markt faktisch verdoppelt. Der nach dem net-back-Verfahren (der Gaspreis auf dem Basismarkt abzüglich Transportkosten) berechnete Gaspreis für die Ukraine beläuft sich auf mehr als 160 US-Dollar je 1000 Kubikmeter.