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    Forum "Islam für den Frieden" hilft, die Rechte der Muslime zu verteidigen (Zusammenfassung)

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    MOSKAU, 02. Dezember (RIA Nowosti). Die Durchführung des Internationalen Forums gegen Extremismus und Terrorismus "Islam für den Frieden" am 9. und 10. Dezember in Tschetscheniens zweitgrößten Stadt Gudermes wird helfen, die rechtlichen Probleme der Muslime im Nordkaukasus zu lösen.

    Das sagte der Iniziator des Forums, der Präsident der landesweiten gesellschaftlichen Organisation gegen Extremismus, Terrorismus und Fremdenhass "Al-Haq" (arabisch für "Gerechtigkeit"), Kamilschan Kalandarow, am Freitag auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti.

    Während des Forums wird unter anderem die Eröffnung eines Zentrums zum schnellen Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen in Grosny erklärt. Danach sollen ähnliche Zentren in Gudermes, Schali und anderen Städten in anderen nordkaukasischen Republiken eröffnet werden.

    Laut Kalandarow gibt es bereits ein solches Al-Haq-Zentrum in Moskau. Später sollen solche Zentren auch im Ausland eröffnet werden, unter anderem in Tschkent, Alma-Ata, Duschanbe (Mittelasien) und möglicherweise in Riga.

    Außer der rechtlichen Verteidigung von Muslimen und Vertretern anderer Konfessionen werden die Teilnehmer des Forums erörtern, wie Vertreter des Islams den Frieden im Nordkaukasus fördern können.

    Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Andenken des ersten tschetschenischen Präsidenten Achmad Kadyrow, dem das Forum gewidmet ist. Achmad Kadyrow kam bei einem Anschlag am 9. Mai 2004 in Grosny ums Leben.

    An dem Forum werden mehr als 300 Geistliche und Experten aus mehreren Subjekten der Russischen Föderation und aus dem Ausland teilnehmen.

    Kalandarow rief auf, den Interkonfessionellen Rat Russlands zu bewahren.

    Das war sein Kommentar auf die Erklärung des Rates der Muftis von Russland über einen möglichen Austritt aus dem Interkonfessionellen Rat. Diese Entscheidung wurde wegen dem jüngst veröffentlichten Buch des Exekutivsekretärs des Rates Roman Silantjew "Jüngste Geschichte der islamischen Gemeinschaft in Russland" getroffen.

    "Ich glaube, die Veröffentlichung dieses Buches kann dem Frieden zwischen den Konfessionen in Russland nicht schaden. Der Interkonfessionelle Rat darf deswegen nicht zerfallen", fügte er hinzu.

    "Ich bin mit Wsewolod Tschaplin, Vizevorsitzender des kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, einverstanden, dass diese Frage eine friedliche Lösung braucht. Al-Haq (zu deren Mitgliedern 15 Muftis und Parlamentsabgeordnete zählen) kann dabei vermitteln", sagte Kalandarow.

    Der Verfasser des umstrittenen Buches, Silantjew, bat heute, ihn vom Posten des Exekutivsekretärs zu entbinden und eine unabhängige Begutachtung seiner Untersuchung durchzuführen. Wie er sagte, sei die Reaktion der muslimischen Geistlichen darauf nicht angemessen. Silantjew äußerte, dass das Buch die religiösen Gefühle der Muslime auf keinen Fall verletzen könne.