18:51 22 August 2017
SNA Radio
    Politik

    "Kommersant": Putin schlägt Kredite für Waffenexport vor

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0

    MOSKAU, 29. Dezember (RIA Nowosti). Präsident Wladimir Putin hat gefordert, neue Maßnahmen zur Unterstützung von Projekten der Rüstungsbetriebe zu konzipieren, die moderne Waffen für den Export herstellen.

    Es handelt sich dabei um eine Finanzierung von Bankkreditsätzen für den militärisch-industriellen Komplex. Wird es nicht gelingen, den stürmischen Preisanstieg für die Rüstungen zu stoppen, die an die russische Armee geliefert werden, so werden diese teurer zu stehen kommen als den Ländern Südostasiens, schreibt "Kommersant" am Donnerstag.

    Wie ein Sprecher in der Regierung Russlands feststellte, seien die Preise für die Verteidigungserzeugnisse im scheidenden Jahr "wie wahnsinnig" gewachsen. "Die Preise wachsen unbegründet", hieß es. "Der Preis für das erste U-Boot des 955. Projekts und der für das dritte unterscheiden sich mehrfach. Der Preis für eine Rakete des Typs Topol-M hat sich innerhalb von drei Jahren nahezu verdoppelt." Premier Michail Fradkow forderte nun von den staatlichen Bestellern aus dem Verteidigungsministerium, die gesamte Methodik der Preisbildung für die Erzeugnisse des militärisch-industriellen Komplexes auf marktwirtschaftliche Prinzipien umzustellen.

    Nach Angaben des Sprechers lässt sich der Preisanstieg mit der für den Komplex bestehenden Notwendigkeit erklären, "Kapazitäten aufrechtzuerhalten, die maximal zu 30 bis 40 Prozent ausgelastet werden und in Zukunft nicht genutzt werden". Außerdem treiben die Zulieferer ihre Preise in die Höhe.

    Indem der Staat den Exporteuren das Leben erleichtert und ihnen die Einnahmen sichert, hilft der Staat theoretisch auch, die Preise im Rahmen der Inlandslieferungen zurückzuhalten. Vorerst aber wirkt die Situation wie ein Witz: Während der Präsident vorschlägt, dem russischen militärisch-industriellen Komplex das Leben und die Preiskonkurrenz mit den USA und der EU zu erleichtern, drohen die Rüstungsankaufspreise für die Streitkräfte Russlands, die Exportpreise zu überbieten.

    Diese Situation wird sich nur weiter zuspitzen. Bei einer 40-prozentigen Zunahme der Ausgaben des Föderationshaushalts gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verteidigungsausgaben um 26 Prozent an. Unter diesen Bedingungen wird der militärisch-industrielle Komplex alles tun, um die im Haushalt vorgesehenen Mittel maximal zu nutzen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren