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    RIA Nowosti-Kurznachrichten vom Donnerstag, 29. Dezember 2005

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    Gasstreit: Kein Ende in Sicht

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine dauert an. Beide Seiten konnten sich bisher weder auf den Gaspreis noch auf die Liefermenge verständigen, wie der russische Industrie- und Energieminister Viktor Christenko am Donnerstag mitteilte. Zugleich versicherte Alexej Iwtschenko, Chef des ukrainischen Erdöl- und Erdgaskonzerns Naftogas Ukrainy, dass seine Firma den Transit des russischen Erdgases nach Europa in vollem Umfange sichern wird. Russlands Staatspräsident Wladimir Putin gab die Schuld für die Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine den Energetikern beider Staaten. "Ihr habt eine regelrechte Krise verursacht, und nicht nur im Energiebereich", sagte Putin am Donnerstag bei seinem Treffen mit russischen und ukrainischen Unterhändlern, die nach einem Ausweg aus dem Gasstreit suchen.

    Wirtschaftswachstum mindestens 6,4 Prozent

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Das Wirtschaftswachstum in Russland liegt im ausgehenden Jahr bei mindestens 6,4 Prozent, erklärte der russische Ministerpräsident Michail Fradkow am Donnerstag in einer Regierungssitzung. "Wir haben ein stabiles Wirtschaftswachstum erreicht", äußerte er. Die Inflationsrate werde 2005 höchstens elf Prozent betragen.

    Gref schlägt sieben Jahre Steuerbefreiung für neue Ölvorkommen vor

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Die Ölfirmen, die neue Lagerstätten erschließen, sollten für sieben Jahre von Steuern befreit werden, schlug Russlands Wirtschafts- und Handelsminister German Gref am Donnerstag in einer Regierungssitzung vor. Dies würde als Anreiz für die Erkundung neuer Ölfelder dienen, meinte er. Diese Regelung sollte jedoch nur für jede Lagerstätten eingeführt werden, deren Erschöpfungsgrad unter 20 Prozent liegt.

    9,4 Prozent Wachstum bei Realeinkommen

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Die Realeinkommen der russischen Bevölkerung haben in diesem Jahr um 9,4 Prozent zugenommen, teilte Russlands Finanzminister Alexej Kudrin am Donnerstag mit. Dieser Trends dürfte auch 2006 anhalten. Im kommenden Jahr erwarten wir 9,2 bis 9,4 Prozent. Der Staatshaushalt werde in diesem Jahr mit etwa acht Prozent Überschuss schließen, sagte Kudrin.

    20 Milliarden Rubel für Katastrophenvorsorge

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung am Donnerstag ein föderales Programm zur Katastrophenvorsorge und Beseitigung der Folgen von Notstandssituationen gebilligt. Wie Zivilschutzminister Sergej Schoigu mitteilte, wird das Programm mit 20 118 Millionen Rubel (knapp 600 Millionen Euro) finanziert.

    Ex-Atomminister Adamow wird an Russland ausgeliefert

    MOSKAU (RIA Nowosti) - Der ehemalige Minister für Atomenergie der Russischen Föderation, Jewgeni Adamow, werde von der Schweiz an Russland ausgeliefert, berichtete das russischen Fernsehen am Donnerstag. Dies passiere möglicherweise binnen 48 Stunden, hieß es. Das Außenministerium in Moskau äußerte bereits Genugtuung über die Entscheidung. Jewgeni Adamow, in den Jahren 1998 bis 2001 russischer Minister für Atomenergie, war am 2. Mai in Bern auf Haftbefehl des amerikanischen Justizministeriums festgenommen worden. Die USA werfen ihm vor, neun Millionen Dollar aus einem US-Hilfsprogramm veruntreut zu haben. In den USA drohen Adamow eine Haftstrafe von bis zu 60 Jahren sowie eine Geldstrafe in Höhe von 1,75 Millionen Dollar. In Russland läuft gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und Amtsmissbrauchs. Am 17. Mai hatte Russland einen Auslieferungsantrag gestellt. Die USA legten ein offizielles Auslieferungsbegehren erst am 24. Juni vor. Am 3. Oktober kündigten die schweizerischen Justizbehörden an, den russischen Ex-Minister an die USA auszuliefern. Diese Entscheidung wurde am 1. November von Adamows Verteidigern beim Bundesgericht in Lausanne, der obersten Gerichtsinstanz der Schweiz, angefochten.

    Verschüttete Bergleute gerettet

    KUSBASS (RIA Nowosti) - Zwei Bergarbeiter, die am Donnerstagmittag im südsibirischen Steinkohlerevier Kusbass verschüttet wurden, konnten sechs Stunden später lebend gerettet werden, erfuhr RIA Nowosti aus der regionalen Zivilschutzbehörde. Den Angaben zufolge sind beide Kumpel unversehrt. Sie waren von Kohleneinsturz in einer Grube blockiert worden.

    Selbstmordattentat in Machatschkala

    MACHATSCHKALA (RIA Nowosti) - In Machatschkala, Hauptstadt der russischen Kaukasus-Republik Dagestan, hat sich am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Der Attentäter kam dabei ums Leben, zwei weitere Menschen erlitten Verletzungen, teilte der dagestanische Innenminister Adilgerej Magomedtagirow mit. Die Explosion ereignete sich 200 Meter von einer Moschee. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

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