12:13 16 Dezember 2017
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    Shoigu dementiert Medienberichte über "schleichende chinesische Aggression"

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    MOSKAU, 11. Januar (RIA Nowosti). Der russische Minister für Zivilschutz, Sergej Shoigu, hat Medienberichte dementiert, in denen behauptet worden war, dass die Chinesen mit dem Bau eines Damms im Fluss Amur 60 Kilometer vor der Stadt Chabarowsk Gebietsansprüche auf russisches Territorium untermauern wollten.

    In einem Interview für die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" vom Mittwoch hob er hervor, dass der Dammbau in der Kasakewitsch-Enge "zwischen den Außenministerien und den Grenzbehörden abgestimmt worden war". In einer Note und in der Baugenehmigung, so unterstrich er, sei auf entsprechende Auflagen gegenüber China verwiesen worden. Demzufolge sei die Absperrung zu beseitigen, sobald die Schadstoffe das Gebiet passiert hätten.

    Schoigu rief in Erinnerung, dass die Vorkehrungen vonnöten gewesen seien, um zu verhindern, dass die Verunreinigungen aus dem Amur in den Fluss Ussuri geraten. Er versorge den Südteil der Stadt Chabarowsk mit Trinkwasser. Die Gefahr für die Bevölkerung des Umlandes sei inzwischen gebannt.

    Bis zum Jahresende würden die Regionalbehörden die Gewässer des Amur mit Aktivkohle reinigen und die umliegenden Gebiete von Schadstoffresten säubern.

    In früheren Meldungen hieß es, der Dammbau bei Chabarowsk, bei dem die Enge von Kasakewitsch mit 100 000 Kubikmeter Sand aufgefüllt worden war, sei Ende Dezember 2005 abgeschlossen worden. Bei den Arbeiten kamen 3000 chinesische Baukräfte und 20 Großraumkipper zum Einsatz.

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