19:01 15 Dezember 2017
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    Iran hält trotz Kritik am Atomprogramm fest

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    TEHERAN, 11. Januar (RIA Nowosti). Trotz massiver internationaler Kritik verzichtet der Iran nicht auf sein Recht, friedliche Atomtechnologien zu entwickeln, sagte der frühere iranische Präsident Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani, der gegenwärtig dem "Rat für die Bestimmung der Zweckmäßigkeit der zu fassenden Beschlüsse" vorsteht.

    "Das iranische Volk wird alle vernunftmäßigen Mittel in Gang setzen, um sein legitimes Recht auf Nutzung friedlicher Atomtechnologien zu verteidigen", äußerte der iranische Politiker. "In der Epoche der Demokratie ist es unzulässig, einen Staat Ausfällen auszusetzen, nur weil sich dieser fortschrittliche wissenschaftliche Technologien aneignen will."

    Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani beschuldigte den Westen, den unabhängigen Iran bestrafen zu wollen, weil das Land "der eigenen Ignoranz ein Ende gesetzt und einen wissenschaftlichen Fortschritt erzielt hat". Mit seiner Politik, die "auf die Epoche des Kolonialismus zurückgeht", wolle der Westen andere Staaten daran hindern, deren Rückstand zu überwinden, urteilte der iranische Politiker.

    Am vergangenen Dienstag hatte Teheran offiziell die Wiederaufnahme seiner Atomforschungen angekündigt. Von mehreren Atomanlagen im Iran wurden im Beisein von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) die IAEO-Siegel entfernt. Laut Äußerungen iranischer Offizieller sind die Kernforschungen keinesfalls mit der Produktion von Kernbrennstoff verbunden. Führenden Staaten der Welt äußerten sich bereits besorgt über die Schritte Teherans und warfen ihm Verletzung der internationalen Vereinbarungen vor. In Moskau stieß das Vorgehen des Iran auf tiefe Enttäuschung.

    Iran hatte die Arbeiten an der Urananreicherung im Ergebnis der Verhandlungen mit der EU-Troika vor zwei Jahren freiwillig eingestellt, um das Vertrauen der Weltgemeinschaft in Bezug auf sein Atomprogramm zu gewinnen.

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