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    Iran: Russlands Vorschlag entspricht nicht ganz unseren Bedürfnissen

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    TEHERAN, 27. Januar (RIA Novosti). Iran hat den russischen Vorschlag zur Gründung eines Joint Ventures für Uran-Anreicherung auf dem Territorium der Russischen Föderation als unzureichend bewertet.

    Der Sekretär des Obersten Rates für nationale Sicherheit Laridschani erklärte am Freitag vor der Presse: "Der russische Vorschlag entspricht nicht vollständig den Bedürfnissen unseres Landes an der Nukleartechnologie. Er muss komplex sein und ergänzt werden. Andererseits darf man nicht sagen, dass dieser Plan Russlands schlecht ist."

    Er hob hervor, dass eben aus diesem Grunde die erste Verhandlungsrunde durchgeführt worden war und in der nächsten Zeit eine neue Runde des Verhandlungsprozesses zur russischen Initiative stattfindet.

    Laridschani berichtete Journalisten auch über die Ergebnisse seiner Reise nach China, das er gleich nach Russland besucht hatte.

    "Während meines Besuches wurde mit der chinesischen Seite ein breiter Kreis von Fragen der bilateralen Zusammenarbeit, darunter auch das Nuklearproblem, behandelt", sagte der Leiter des iranischen Sicherheitsrates.

    "Die Position Chinas besteht darin, dass Europa nichts übereilen, sondern es der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) ermöglichen soll, das iranische Nukleardossier professionell zu prüfen", erklärte Laridschani. Dabei hob er hervor: "Übermäßige Eile und ein unlogisches Verhalten bei der Lösung des iranischen Nuklearproblems werden ungünstige Bedingungen in der Region schaffen."

    Teheran entfernte am 10. Januar 2006 im Beisein von IAEO-Inspektoren die Plomben von einer Reihe seiner Nuklearobjekte und nahm Forschungen im Nuklearbereich wieder auf. Das löste eine negative Reaktion der Weltgemeinschaft aus. Sie warf der iranischen Führung die Verletzung internationaler Vereinbarungen vor. In diesem Zusammenhang wird eine außerordentliche Sitzung des IAEO-Gouverneursrates zum iranischen Nuklearproblem am 2. Februar in Wien auf Initiative der "europäischen Drei" (Großbritannien, Deutschland und Frankreich) stattfinden.

    Wie internationale Experten betonen, werden Vertreter der "europäischen Drei" und der USA in der Sitzung auf der Übergabe des iranischen Nukleardossiers an den UNO-Sicherheitsrat bestehen, der die Entscheidung über mögliche Sanktionen gegen Teheran treffen kann.